special aid projects

Immer wieder werden wir von unseren Freunden in Indien und Nepal auf besondere „Problem-Fälle“ aufmerksam gemacht. Oft wenden die Menschen sich auch an unsere Freunde dort, da sie von uns gehört haben und bitten in aller Demut um Hilfe. Wir haben dafür ein offenes Ohr und bemühen uns – ganz im Sinne des Mottos der Tibetan Children Villages „Others Before Self“ – zu helfen, wo Not ist.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über solche zeitlich begrenzten Sonder-Hilfsaktionen.

Wenn Sie eine unserer Aktionen unterstützen möchten, schreiben Sie uns bitte eine Nachricht an: info@tibet-tshoesem.de oder spenden Sie direkt auf unser Vereinskonto (Daten rechts auf dieser Seite).

Für diese Aktionen haben wir außerdem ein Betterplace-Projekt mit dem Titel „Hilfe für bedürftige Tibeter in Indien und Nepal“ eingerichtet. Dort ist Spenden ganz einfach und sicher online möglich. Der Projekt-Button ist rechts auf dieser Seite oder hier: http://www.betterplace.org/p56977

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Medizinische Notversorgung für Gyalsang Tamang aus Lingling – Start 26. September 2022

Der 43-jährige Gyalsang ist der Vater von Sanu (9 Jahre) und Shakti (11 Jahre, gehbehindert), die beide bei uns Patenschaften haben. Es gibt noch eine 15-jährige Tochter, die dank der Patenschaft einer anderen Organisation auf die Boarding School in Dhunche geht. Tsachu, Gyalsangs Frau, ist im Sommer nach Indien gezogen und plant von dort weiter in ein anderes Land zu gehen, um Geld zu verdienen.

Seit Mitte August geht es Gyalsang nicht gut, doch leider haben wir erst kürzlich von seinem Zustand erfahren. Vor einem Monat war Gyalsang nach Dhunche gefahren, um sich von einem Arzt untersuchen lassen, da er sich schlapp fühlte und sein Bauch angeschwollenen war. Der Arzt stellte Gelbsucht fest und vermutete eine akute Leberentzündung bei einem chronischen Alkoholkonsum (akute alkoholische Hepatitis). Er verschrieb ihm Vitamine (Thiamin), sowie einen Säureblocker für den Magen, und empfahl ihm dringend, keinen Alkohol mehr zu trinken und sich zur weiteren Diagnostik schnell nach Kathmandu zu begeben. Zur Differenzierung, ob es sich um eine akute  oder bereits eine chronische Leberschädigung handelt, sowie ob diese wirklich nur durch Alkohol entstanden ist, benötigt Gyalsang einen Ultraschall der Leber und Labordiagnostik. Um Folgeerkrankungen zu diagnostizieren müsste außerdem eine Gastroskopie gemacht werden.

Da die Familie sehr arm ist und Gyalsang das Geld für die Fahrt und die Behandlung in Kathmandu nicht hat, hoffte er, dass sich sein Zustand durch den Verzicht von Alkohol und die Einnahme der Vitamine bessern würde, doch die Beschwerden sind schlimmer geworden. Als unsere Mitarbeiter ihn zufällig sahen, erschraken sie und informierten uns mit der Bitte zu helfen. Gyalsangs Bauch ist weiter angeschwollen und er ist sehr schläfrig. Sollte bereits eine chronische Schädigung in Form einer Leberzirrhose bestehen, würden durch Medikamente ein Fortschreiten der Erkrankung und Folgeschäden verhindert. Wichtig ist jedoch eine zügige Einleitung der Diagnostik und Therapie, um Gyalsangs Überlebenschancen zu verbessern, denn unbehandelt wird sich rasch eine Verschlechterung seines Zustandes einstellen, die zum Tode führen kann.

Im Dorf konnte man heute ein Fahrzeug organisieren und ein Verwandter hat Gyalsang heute nach Kathmandu ins Krankenhaus gebracht. Leider mussten zahlreiche Klinken angefahren werden, bis man einen freien Platz gefunden hat. Nun befindet sich Gyalsang im Kathmandu Medical College Hospital, in dem auch Tsering Palmo notbehandelt wurde. Unsere Mitarbeiter haben für den ersten Check-Up 70.000 NPR (knapp 600 Euro) geliehen und Gyalsang mitgegeben, da im Krankenhaus sofort ein erster Betrag hinterlegt werden muss. Erste Untersuchungsergebnisse werden wir voraussichtlich am 27.09. erhalten.

Die Kosten werden wohl noch höher sein und so möchten wir versuchen zunächst 500 Euro zu sammeln und diese in einer Sonderüberweisung nach Briddhim senden, um der Familie in dieser Notsituation wenigstens die finanziellen Sorgen zu nehmen und damit Gyalsang behandelt werden kann.

 

 

 

 

Update 28. September 2022:

Auch heute gehen die Untersuchungen weiter und erste Ergebnisse liegen vor. Gyalsang hat eine Hepatitis B-Infektion, doch es steht noch nicht fest, ob es eine chronische oder akute Hepatitis ist. Es könnte sein, dass auch seine Frau und die Kinder infiziert sind. Sie müssen sich so bald wie möglich untersuchen lassen. Das Problem ist, dass diese Infektion seine Leberfunktion noch verschlechtern könnte. Die Laboruntersuchung dazu muss bei einem anderen Arzt erfolgen.

Heute wurde bereits ein Großteil des Bauchwassers entfernt. Die Medikamente, die Gyalsang nun nehmen muss, sind sehr teuer. Allein das wichtige Human Albumin – Präparat kostet 86 Euro pro Packung.

  

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Medizinische Notversorgung für Chyangba Rani aus Lingling – Start 2. August 2022

Chyangba Rani ist erst 24 Jahre alt und durchlebt gerade eine extrem harte Zeit. Ihr 25-jähriger Mann Kancha Tamang ist ein Sohn von Pempa Chowa, einer 58-jährigen Witwe, die wir seit knapp drei Jahren mit einer Patenschaft unterstützen. Kancha und seine Frau sind zu arm, um die Mutter zu unterstützen.

Chyangbas gesundheitliche Probleme begannen als sie in der 27. Woche schwanger war. Sie litt unter starken Schmerzen und im Krankenhaus in Trishuli wurde festgestellt, dass eine Niere stark geschwollen war. Die Ärzte schickten sie sofort nach Kathmandu in ein Privatkrankenhaus. Dort stellten die Ärzte fest, dass die Funktion der betroffenen Niere stark eingeschränkt war und begannen mit der Behandlung der Abflussstörung. Bei dieser sogenannten Nephrostomie wird der Harn über einen Schlauch ausgeleitet und Chyangba musste seitdem mit dem Katheter leben. Zurück zuhause ging es ihr bald wieder schlechter. Wieder brachte Kancha seine Frau ins Krankenhaus in Trishuli und dann setzten am 27. Juli in der 30. Schwangerschaftswoche plötzlich die Wehen ein. Das Frühgeborene litt unter Sauerstoffmangel und wieder schickte man die Familie nach Kathmandu. Der Weg dorthin war zu weit und das Kind verstarb noch unterwegs.

Chyangba selbst ist seitdem im Helping Hands Community Hospital in Kathmandu, da ihre Niere nun fast völlig versagt. Die Ärzte möchten die kranke Niere entfernen, um zu verhindern, dass auch die andere in Mitleidenschaft gezogen wird, doch der Familie ist das Geld ausgegangen. Kancha hatte immer wieder wechselnde Jobs als Hilfsarbeiter, doch das Geld reichte kaum, um die Familie zu ernähren. Chyangba und Kancha haben einen dreieinhalb-jährigen Sohn. Ein zweites Kind war kurz nach der Geburt verstorben. Um so trauriger ist es für das Paar, dass nun auch der dritte Sohn nicht überlebte.

Der Familienvater ist verzweifelt, da das ersparte Geld für die Behandlungen seiner Frau nun aufgebraucht sind und Verwandte oder Freunde nicht helfen können. Die OP für die Entfernung der Niere würde ca. 900 Euro kosten. Dazu kämen weitere Kosten für den Aufenthalt im Krankenhaus, die Verpflegung und Medikamente. Insgesamt schätzen wir die Kosten auf mindestens 2.000 Euro und wir möchten fürs Erste versuchen, zumindest den Eingriff zu finanzieren. Mit 1.000 Euro könnten wir der lebenswichtige Eingriff vorgenommen und noch ein paar weitere Kosten gedeckt werden.

  Wohnhaus in Lingling

     Helping Hand Community Hospital

                                                           

Update 8. August 2022

Nach unserem Spendenaufruf konnten wir bisher 800 Euro für Chyangbas Behandlung sammeln. Da diese ersten Spenden jedoch nicht vor Ende August eintreffen werden, hatten unsere Mitarbeiter vor Ort in der letzten Woche versucht im Dorf Geld zu leihen. Da die Menschen dort sehr arm sind, was das sehr schwer. Diejenigen, die etwas leihen könnten, haben meist Angst, dass keine Spenden reinkommen und sie ihr Geld dann nie zurückerhalten. Am Ende gelang es Lhamo und Paljor aber doch das Vertrauen einiger Unterstützer zu gewinnen und so konnte Paljor gestern nach Kathmandu ins Krankenhaus fahren und die OP bezahlen. Die Rechnung belief sich auf 1.28.445 NPR, ca. 1.020 Euro.

Der Eingriff fand sofort statt und Chyangbas linke Niere wurde entfernt. Heute soll sie bereits von der Intensivstation verlegt werden und wir hoffen, dass sie sich schnell erholen wird. Leider fehlt der Familie nun Geld für die nächsten Medikamente. Außerdem wird Chyangba wohl eine weitere Woche im Krankenhaus bleiben und jeder Tag kostet 35 Euro. Daher sammeln wir weiter Spenden.

  

 

Update 9. August 2022

Auch Lhamo hat Chyangba heute im Krankenhaus besucht. Sie erholt sich langsam von dem Eingriff. In der Zwischenzeit beläuft sich der Betrag der Spenden, die wir bisher sammeln konnten schon auf 1.300 Euro. Das Geld wird dringend in Kathmandu erwartet und so werden wir morgen den Betrag im Rahmen unserer nächsten Spendenüberweisung für Nepal abschicken.

 

Update 4. September 2022

Gestern konnte Chyangba endlich das Krankenhaus verlassen und ist mit ihrem Mann nach Briddhim zurückgekehrt. In der Zwischenzeit sind auch die Spenden angekommen und so konnte die Familie die Rechnung im Krankenhaus begleichen. Der Gesamtbetrag der Behandlung belief sich auf 222.000 NPR, ca. 1.800 Euro. Den Rest hatten die beiden sich geliehen und müssen das Geld nun nach und nach zurückzahlen. Außerdem muss Chyangba mindestens sechs Monate lang weiter ihre Medikamente nehmen. Der Vorrat daran reicht nur für zwei Monate. Für den Rest fehlen wieder Spenden. 500 Euro möchten wir noch sammeln. Doch die beiden sind sehr dankbar für die Hilfe, ohne die Chyangbas Behandlung nicht möglich gewesen wäre.

 

 

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Medizinische Notversorgung für Rakesh Tamang aus Chitwan – Start 19. Juni 2022

Rakesh ist 25 Jahre alt und ein Verwandter einer Familie in Chitwan, die wir seit Jahren unterstützen. Der Familienvater hatte uns auf seinen jungen Neffen aufmerksam gemacht und uns um Hilfe gebeten.

Vor zwei Monaten hatte Rakesh einen schlimmen Unfall als er im Wald Holz sammelte. Leider haben wir erst vor wenigen Tagen davon erfahren und sind noch dabei, weitere Informationen zusammenzutragen. Rakesh stammt aus einer sehr armen Familie – er lebt mit seinem Bruder zusammen, der Mönch ist – und hat keine regelmäßige Arbeit. Für gutes Holz müssen die Männer oft hoch auf die Bäume klettern, eine sehr gefährliche Arbeit, für die es nicht viel Geld gibt. Der Ast, auf dem Rakesh saß, ist abgebrochen und er ist aus großer Höhe abgestürzt auf harten Boden. Er wurde lebensgefährlich verletzt, sein rechter Oberschenkel wurde völlig zertrümmert. Auch das andere Bein wurde verletzt. 
Eine erste OP ist recht gut verlaufen und die Ärzte konnten Rakeshs Leben retten, aber der Familie ist das Geld ausgegangen, um die zweite notwendige OP zu bezahlen. Freunde und Familie konnten gemeinsam ca. 1.200 Euro sammeln, doch der Betrag deckt nur die Hälfte der bisher angefallenen Krankenhaus- und Behandlungskosten.

Eigentlich müsste Rakesh weiter im Krankenhaus behandelt und dann auch dringend nochmals operiert werden, doch sein Arzt hat die Angehörigen gebeten, ihn nun nach Hause zu bringen, da zu viele Rechnungen jetzt schon unbezahlt sind. 
Für die Finanzierung dieser Rechnungen, die nächste notwendige OP und einen weiteren Monat im Krankenhaus fehlen ca. 2.400 Euro. Die Familie ist viel zu arm und Rakesh ist verzweifelt. 

Wir möchten versuchen mit dieser Hilfsaktion so schnell wie möglich OP- und Behandlungskosten aufzubringen.

   

 

Update 20. Juni 2022

Heute konnte Dilbahadur die für die 2. OP notwendigen 100.000 Rupees im Krankenhaus bezahlen. Die abschließenden Rechnungen werden später erstellt. Um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, müssen Patienten meist 100.000 Rupees für größere Eingriffe hinterlegen. Die tatsächlichen Kosten werden wohl noch höher sein.

Dilbahadur hatte nochmals 50.000 NPR an Spenden sammeln können. Weitere 50.000 NPR musste er leihen. Dies war dringend nötig, da die OP sonst nicht hätte durchgeführt werden können und man hätte Rakesh nach Hause geschickt. Da für Medikamente weitere 15.000 Rupees bezahlt werden müssen und auch Nachuntersuchungen hinzukommen, bleibt der Bedarf von 2.000 Euro bestehen, den wir mit Spenden finanzieren möchten.

 

 

 

26. Juni 2022

In den letzten Tagen haben wir nochmals zahlreiche Spenden für Rakeshs Behandlung erhalten. Der Gesamtspendenbetrag liegt nun bei 2.430 Euro. Rakesh ist derzeit noch im Krankenhaus und den zusätzlichen Spenden können auch der längere Aufenthalt in der Klinik bezahlt werden.

Wenn sich sein Zustand weiter bessert, soll er am Monatsende entlassen werden. Wir werden dann prüfen, wie die Behandlung fortgeführt wird, ob er eine Gehhilfe, einen Rollstuhl oder andere Hilfsmittel benötigt.

 

Update 29. Juni 2022

Die Klinikleitung hat für uns einen kurzen Bericht in englischer Sprache erstellt, in dem sowohl Rakeshs Verletzungen, mit denen er am 22. April ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wie auch die bisherigen Kosten aufgeführt sind. Die Gesamtkosten bis zum 26. Juni betragen bereits 4.600 Euro. Dies bedeutet, dass wir weiter Spenden sammeln werden, denn 2.170 Euro fehlen bereits jetzt schon, um alles finanzieren zu können und die weiteren Tage in der Klinik müssen auch noch bezahlt werden.

Aus dem Bericht wird deutlich, dass beide Oberschenkel gebrochen waren und am rechten Oberschenkel ein Großteil der Muskeln und des Gewebes zerstört worden war. Rakesh geht es besser, doch er hat noch immer Schmerzen und täglich muss sein Verband gewechselt werden. Das gesamte Gewebe muss sich erst wieder erholen. Daher muss Rakesh doch noch einige Zeit in der Klinik bleiben.

 

Update 6. Juli 2022

Am verletzten Oberschenkel wurden kleine Gewebestückchen eingesetzt, die das Muskel- und Gewebewachstum anregen sollen. Das ist ein sehr langer Prozess. Die Ärzte sind aber recht zuversichtlich, dass Rakesh vielleicht in einem Jahr wieder laufen kann, wenn auch nicht mehr in vollem Maße. Wir planen daher, zumindest für diese Übergangszeit, in der Rakesh als Verdiener und Ernährer der Familie ausfällt, ihm, seiner Mutter und dem Bruder mit einer Familien-Patenschaft von 60 Euro monatlich zu helfen.

 

 

Update 16. Juli 2022

Vor einer Woche war Rakeshs Onkel Dilbahadur ins Krankenhaus nach Bharatpur gefahren um Rakesh nach Hause zu holen, doch leider erklärten die Ärzte nun, dass Rakesh nicht entlassen wird bevor alle Rechnungen bezahlt sind. Das Problem ist, dass durch jeden weiteren Tag in der Klinik zusätzliche Kosten anfallen. Der Betrag liegt nun bei ca. 5.000 Euro. Bis heute konnten wir 2.790 Euro Spenden sammeln, von denen wir einen ersten Betrag von 2.480 Euro heute nach Nepal überweisen.

Mit einer Geburtstags-Spendenaktion, die morgen bei Nyima und Konny in Berlin stattfindet, hoffen wir weiter Spenden für Rakesh sammeln zu können. Dafür kann auch gerne online über die Geburtstags-Betterplace-Aktion gespendet werden: https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/20447-birthday-donations-for-people-in-india-and-nepal

 

     

 

Update 5. August 2022

Gestern endlich konnte Rakesh aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Ärzte hatten vor der Entlassung auf die Zahlung der Rechnung gedrängt und da unsere Spenden erst vor 3 Tagen angekommen waren und dann die behandelnden Ärzte für das abschließende Gespräch nicht in der Klinik waren, musste Rakesh leider viel länger im Krankenhaus bleiben.

Es geht ihm besser, doch durch die Strapazen und die schlechte (Mangel-) Ernährung im Krankenhaus ist er extrem abgemagert. Er ist schwach, doch kann schon kurz alleine stehen und sogar wenige Schritte mit den Krücken gehen. Sein rechtes Bein kann Rakesh noch nicht beugen und er hat starke Schmerzen. Die Familie kennt niemanden, der ein Auto hat und auf einem Mofa kann Rakesh nicht sitzen. So hatte das Krankenhaus einen Krankenwagen für den Transport gestellt, der jedoch 7.000 Rupees kostet. Auf dem letzten Stück durch den Dschungel musste Rakesh dann in einem Tuch getragen werden, da das Krankenhaus keine Tragebahren hat.

Die Gesamtkosten beliefen sich nun zunächst auf ca. 7.200 Euro. Das Krankenhaus ging aber letztendlich auf die mehrfachen Bitten der Familie ein, die Kosten zu reduzieren und so war die Klinik am Ende tatsächlich bereit den Gesamtbetrag um 2.200 zu senken, sodass 5.000 Euro bezahlt werden müssen.

Neben unseren Spenden in Höhe von 2.480 Euro hatte die Familie einen großen Betrag von Freunden und Nachbarn erhalten, der allerdings größtenteils nur geliehen war. Am Ende konnten Reena und Dilbahadur aber genug echte Spenden dort sammeln, sodass nichts mehr zurückgezahlt werden muss. 400 Euro haben trotzdem noch gefehlt und wenn Rakesh in zwei Wochen zum Check-up wieder ins Krankenhaus muss, hat die Familie diesen Restbetrag zu zahlen. Für den Weg dorthin muss wieder ein Krankentransport organisiert werden. Auch die täglichen Medikamente müssen weiter finanziert werden.

Mit unserer „Geburtstags-Spendenaktion“ konnten wir für Rakesh 615 Euro sammeln. Zusammen mit weiteren Spenden können wir in Kürze insgesamt nochmal 1.000 Euro für ihn überweisen. Dies reicht für die noch offene Krankenhaus-Rechnung, 5 mal Krankentransport bis Jahresende (kostet jeweils 55 Euro) und sogar Lebensmittel für ca. 5 Monate.

Der Krankentransport zum Check-Up in der Klinik alle 2 bis 4 Wochen ist notwendig, da die Ärzte ausschließen wollen, dass sich die Wunde durch die unsaubere Umgebung zuhause und die extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit entzündet und es zu einer schweren Infektion kommt, die im schlimmsten Falle eine Amputation erforderlich machen würde.

         

                                                                             

Update 11. August 2022

Heute haben Reena und Dilbahadur die Rakesh und seine Familie wieder besucht und ihnen einen gebrauchten Ventilator und auch Lebensmittel gebracht. Alle haben sich sehr darüber gefreut und Rakesh fühlt sich endlich auch besser. Die lächelnden Gesichter haben auch uns sehr gerührt. 

 

 

Update 18. September

Vor kurzem waren unsere nächsten Spenden in Höhe von 1.000 Euro für Rakesh in Chitwan angekommen. Reena hat damit die restlichen Rechnungen im Krankenhaus beglichen und auch den nächsten Transport zum Check-Up bezahlt. Die Ärzte haben Rakesh bescheinigt, dass die Wunden gut verheilen.

Rakesh und seine Familie sind sehr dankbar für die Spenden. Nun suchen wir nach einem Paten, der die Familie ab Anfang 2023 mit einer monatlichen Patenschaft unterstützt, bis Rakesh wieder wird arbeiten können.

     

 

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Medizinische Notversorgung für Tsering Palmo aus Pelko und ihr Neugeborenes – Start 1. Juni 2022

Am Montagabend haben wir einen Hilferuf aus Kathmandu erhalten. Die 31-jährige, schwangere Tsering Palmo aus Pelko bei Briddhim war an diesem Tag mit ihrem Mann für eine weitere Untersuchung nach Kathmandu gekommen, da es sich bei ihr seit Beginn um eine Risikoschwangerschaft handelte. Sie leidet seit langem unter hohem Blutdruck. 

Am Abend im Haus der Familie in Kathmandu brach Tsering Palmo plötzlich zusammen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Familie ist sehr arm und so versuchte der Krankenwagen zunächst zwei staatliche Krankenhäuser anzufahren, die jedoch beide eine Behandlung ausschließen. Der Familie blieb nichts anderes übrig als Tsering in das private Kathmandu Medical College Hospital zu bringen, wo sie seit Montagnacht behandelt wird.

Wegen einer Schwangerschaftsvergiftung musste das Kind in der erst 28. Schwangerschaftswoche in einem Not-Kaiserschnitt entbunden werden. Der Zustand des Mädchens ist kritisch, es wird beatmet und befindet sich auf der Intensivstation. Bei der Mutter wurde eine Hirnblutung festgestellt (schwere hypertensive Entgleisung mit Stammganglienhirnblutung und Parese der einen Körperhälfte, Sprachstörung, Übelkeit) und aufgrund dem sich rapide verschlechternden Zustand haben sich die Ärzte noch in der Nacht zu einer Not-OP am Hirn entschieden. 

Auch Tsering wird beatmet und Versuche seit gestern Morgen sie aufwachen zu lassen und sie zu von der künstlichen Beatmung zu nehmen, waren bisher nicht erfolgreich. Sie ist weiter komatös. Das Ergebnis der heutigen CT liegt noch nicht vor.

Wir hoffen sehr, dass Mutter und Kind diese kritische Situation überleben werden. Bei beiden ist dann mit einem sehr langen Krankenhausaufenthalt zu rechnen. Tashi, der Ehemann und Vater, steht nun auch finanziell vor enormen Hürden.

Tsering hatte bereits eine Fehlgeburt und ein zweiter Säugling ist nach der Geburt gestorben. Das Paar hat jedoch einen 5-jährigen Sohn. Der kleine Tenzin Thiley konnte nur dank einer Patenschaft 2020 in der Boarding School in Syabrubesi eingeschult werden. Die Familie ist mittellos und da das Krankenhaus darauf gedrängt hat, dass heute die ersten Rechnungen beglichen werden, musste der Vater sich von vielen Freunden und Familienangehörigen Geld leihen, was jedoch bei weitem nicht reicht. Täglich müssen 50.000 NPR (ca. 390 Euro) im Krankenhaus hinterlegt werden. Die bisherigen Kosten belaufen sich bereits auf 150.000 NPR (1.200 Euro). Die Kosten auf der Intensivstation belaufen sich für das Kind auf 35 Euro täglich, für die Mutter auf 92 Euro täglich.

Zusätzlich zu all den Sorgen und Ängsten, mit denen Tashi nun zu kämpfen hat, steht er nun vor einem Berg Schulden, der sich aufhäuft, doch noch schlimmer ist, dass er sich so viel Geld gar nicht leihen kann. Familie und Freunde konnten 50.000 NPR sammeln und unsere Mitarbeiter in Briddhim (Lhamo ist eine Nichte von Tsering Palmo und Tashi) versuchen noch mehr zusammenzubringen. Doch die Familie ist auf unsere Hilfe angewiesen.

Wir möchten versuchen für das Erste 2.000 Euro Spenden zu sammeln. Unsere Mitarbeiter halten uns auf dem Laufenden und wir werden den Gesamtbedarf der Situation anpassen.

   

Update 2. Juni 2022

Leider gibt es noch immer nichts Neues. Sowohl das Kind wie auch Tsering Palmo müssen weiterhin beatmet werden. Tsering konnte auch noch immer nicht aus dem Koma geholt werden. Die Blutung im Gehirn hat zwar aufgehört, doch sobald man versucht sie aufzuwecken entgleist der Blutdruck. Niemand darf zu den beiden auf die Intensivstation.

Seit unserem gestrigen Aufruf konnten wir bereits 2.800 Euro Spenden sammeln, weit mehr als zunächst geplant war und wir sind sehr dankbar dafür. Doch der Bedarf wird ohnehin ein Vielfaches davon betragen, sodass wir uns sehr über weitere Spenden freuen würden.

 

Update 7. Juni 2022

Heute konnte unser Mitarbeiter Paljor Tsering Palmo zum ersten Mal im Krankenhaus besuchen. Vor drei Tagen ist sie endlich aus dem Koma erwacht und konnte heute bereits ein wenig sprechen. Sie sehr schwach, erholt sich aber langsam. Auch ihrer Tochter geht es besser. Sie muss nicht mehr beatmet werden und obwohl ihre Leber und auch andere Organe noch nicht ganz ausgebildet sind, scheint sich auch ihr Zustand langsam zu bessern.

Paljor konnte einen ersten Betrag überreichen, den Freunde und Familie in Briddhim gesammelt hatten.

 

Update 12. Juni 2022

Seit ein paar Tagen geht es Tserings und Tashis Tochter schlechter. Ihre Leber ist zu wenig ausgebildet, der Körper verfärbt sich und sie erbricht Blut. Die Ärzte versuchen trotzdem ihr Bestes, das Leben des Mädchens zu retten.

Tserings Zustand hingegen bessert sich weiter. Heute konnte Tashi seiner Frau zum ersten Mal etwas zu Essen geben. Linksseitig ist sie noch immer gelähmt.

 

 

Update 13. Juni 2022

Heute Mittag erhielten wir die traurige Nachricht, dass Tsering Palmos und Tashis kleine Tochter verstorben ist. Das Kind wurde ja im sechsten Schwangerschaftsmonat geboren und war einfach noch zu klein. Unsere Gebete sind bei ihr.

Tserings physischer Zustand hingegen bessert sich weiter. Heute konnte Tashi seiner Frau zum ersten Mal etwas zu Essen geben. Linksseitig ist sie noch immer gelähmt. Tsering und ihre Familie trauern um ihre Tochter und zu all dem kommt Tserings eigener schwieriger Zustand. Wir wünschen Tsering, Tashi und ihrer Familie viel Kraft.

 

Update 15. Juni 2022

Heute wurde Tsering Palmo in die Spezialklinik Spark Health Hospital verlegt, wo sie zumindest für einen Monat Physiotherapie erhält. Die Behandlungen scheinen bereits anzusprechen und die Ärzte sind optimistisch, dass Tsering bald schon wieder alleine laufen werden kann. Ihr Mann Tashi und ihre Schwester sind rund um die Uhr bei ihr und pflegen sie.

Gestern konnten wir 3.500 Euro Spenden nach Nepal überweisen. Die Familie versucht auch über Freunde in den USA Spenden zu sammeln und sobald berechnet ist, welcher Betrag noch offen ist, werden wir neu informieren.

  

 

Update 22. Juni 2022

Unsere Spenden sind innerhalb weniger Tage angekommen und in der Zwischenzeit haben wir auch einen Überblick über die Kosten. Der Gesamtbetrag für den Aufenthalt in den Kliniken, die Behandlungen, Physiotherapie und Medikamente bis heute beläuft sich auf 10.000 Euro.

Neben den 3.500 Euro an Spenden, die wir überweisen konnten, hat die Familie von unzähligen Freunden und Bekannten nicht nur in Briddhim, sondern auch aus den USA weitere 8.900 Euro erhalten. Dank dieser großen Summe ist nun noch ein Restbetrag von 2.400 Euro übrig, der den nächsten Monat in der Klinik decken könnte. Falls Tserings Physiotherapie danach nicht fortgesetzt werden muss und sie entlassen werden kann, könnten die Spenden bereits ausreichen.

 

Update 25. Juni 2022

Die Physiotherapie zeigt Wirkung. Ärzte und Physiotherapeuten machen eine wunderbare Arbeit. Tsering konnte bereits erste Schritte alleine laufen. Das Sprechen fällt ihr noch sehr schwer.

 

  

 

                                                             

Update 30. Juni 2022

Heute konnte unser Mitarbeiter Paljor die Spenden in Höhe von 3.500 Euro an Tsering Palmo und Tashi überreichen. Die beiden sind sehr sehr dankbar für die große Hilfe. Tsering geht es jeden Tag etwas besser. Nun kann sie bereits schon wieder ein wenig sprechen, die linke Hand kann sie leider noch immer nicht bewegen, doch die Ärzte sind optimistisch.

 

Update 29. August 2022

Tserings Zustand verbessert sich weiter und wahrscheinlich kann sie noch vor Mitte September das Krankenhaus verlassen.

     

Update 20. September 2022

Vor ein paar Tagen konnte Tsering endlich nach Hause in ihr Dorf zurückkehren. Sie kann nun schon ein wenig alleine laufen, ist aber noch schwach und kann eine Hand noch immer nicht bewegen. Die Ärzte haben ihr zahlreiche Medikamente verschrieben und nächsten Monat muss Tsering wieder nach Kathmandu zum Check-Up.

 

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Hilfe für eine an Epilepsie leidende junge Tibeterin in Mcleod Ganj – Start Januar 2022

Pema Ongden hatten wir während unserer Projektreise im November persönlich in Dharamsala kennengelernt. Mönche am Main Temple in Mcleod Ganj hatten uns auf sie aufmerksam gemacht. Sie wird dort oft gesehen und leider auch wie sie häufig ohnmächtig zusammenbricht.
Pema ist 26 Jahre alt und stammt aus Mangan im Norden Sikkims. Ihr Vater ist verstorben. Die 56-jährige Mutter lebt mit Pemas jüngerer Schwester noch immer in Sikkim. In einer tibetischen Schule in Darjeeling konnte Pema zehn Jahre lang zur Schule gehen und im Sommer 2021 war sie auf der Suche nach Arbeit nach Dharamsala gekommen. Die Mutter litt sehr unter Pemas Erkrankung, was für Pema selbst immer mehr zu einer enormen Belastung wurde. Bei der Hilfsorganisation LHA in Mcleod Ganj machte sie eine Ausbildung in einer Bäckerei, doch leider findet sie wegen ihrer Erkrankung keine Arbeit.
Pema leidet seit ihrer Jugend unter Epilepsie. In Dharamsala wurde sie mehrfach im Krankenhaus untersucht und erhält Medikamente, doch durch das unkontrollierbare Auftreten der Beschwerden scheuen die Menschen vor ihrer Nähe zurück und sie findet keinen Job um den Lebensunterhalt zu sichern. Unser Freund Thupten Lama nahm Kontakt zur Tibetan Women’s Association auf, die sich bereit erklärt hat, Pema ein Jahr lang mit einem Betrag von ca. 30 Euro im Monat zu unterstützen. Dies deckt jedoch nur einen Teil der Lebensmittel ab. Die Miete ihres kleinen Zimmers kostet 60 Euro.
Mit einer Patenschaft möchten wir versuchen Pemas Lebensunterhalt zu sichern bis eine gesundheitliche Besserung eintritt. Weitere Untersuchungen und eine bessere Medikation sind geplant. Leider ist es uns bisher jedoch nicht gelungen einen Paten zu finden und beginnen daher nun Extra-Spenden zu sammeln, denn Pemas Situation wird immer schwieriger. Mit 60 Euro können Sie eine Monatsmiete finanzieren, doch jeder Beitrag hilft. Gerne können Sie dazu auch unser Betterplace-Projekt nutzen und dort ganz einfach online spenden: http://www.betterplace.org/p56977
 
 
 
 
 
Update 28.01.2022
 
In der Zwischenzeit hat die Tibetan Central Association in Dharamsala bestätigt, dass das dazu gehörige Health Department Pemas Kosten für die medizinische Versorgung übernimmt. Für Lebensmittel muss Pema weiterhin selbst aufkommen, was ihr nicht möglich ist, da sie arbeitslos ist.
Vor etwa einer Woche ist Pema auf Anraten der TCA zu ihrer Familie nach Sikkim gereist, denn man hatte ihr nahegelegt, dass sie dort besser versorgt sei. Sollte Pema tatsächlich dort bleiben wollen, müssten wir unsere Hilfsaktion wieder beenden, doch eigentlich möchte sie nicht in Sikkim bleiben, da die Familiensituation sehr schwierig und die medizinische Versorgung vor Ort sehr schlecht ist.
Sobald Pema wieder nach Dharamsala zurückkehrt, werden wir die Situation erneut prüfen und dann über die nächste Planung unserer Aktion informieren.
 
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Informationen über bereits abgeschlossene Hilfs-Aktionen finden Sie auf der Folgeseite: https://www.tibet-tshoesem.de/abgeschlossene-sonder-hilfsaktionen/