abgeschlossene Sonder-/Hilfsaktionen

Not-Versorgung während des Corona-Lockdowns in Briddhim, Nord-Nepal

Seit Monaten dauert der Corona-Lockdown in Nepal schon an und eine Lockerung der Beschränkungen ist derzeit nicht in Sicht. Viele Menschen haben seitdem kein Einkommen mehr. Wie in Indien sind besonders die ganz Armen, Tagelöhner und Menschen betroffen, die mit einfachen Hilfsarbeiten ihr Geld verdienten. In dem tibetischen Dorf Briddhim und seinen Nachbar-Dörfern, die wir mit verschiedenen Aktionen, Patenschaften für ältere Menschen und Schul-Patenschaften für Kinder armer Familien unterstützen, kommt noch erschwerend hinzu, dass die Grenze zu Tibet ebenfalls seit dem Lockdown geschlossen ist und somit viele der Menschen, die an der Grenze als Lastenträger, LKW-Fahrer oder beim Beladen der Fahrzeuge ein wenig Geld verdienen konnten, ebenfalls ihre Arbeit verloren haben.

Im Juni hat der jährliche Monsun mit ungewöhnlich starken Regenfällen eingesetzt. Daher gibt es in den Sommermonaten auch keine Ernte und selbst der Anbau von ein wenig Gemüse hinter den Wohnhäusern für den Eigenbedarf ist nicht mehr möglich. Die Menschen leiden Hunger und haben uns gebeten zu helfen.

Mit dieser Hilfsaktion möchten wir helfen:

  • Versorgung von insg. 165 Haushalten in 5 Dörfern: Briddhim, Lingling, Pelko, Mentok Gan und Tarsa
  • ausreichend zunächst für 2 Monate
  • Bedarf pro Haushalt: 25 kg Reis, 1 – 2 L Öl, Salz
  • benötigte Spenden pro Haushalt: 15 Euro
  • zusätzlicher Bedarf: 225 Euro für Fahrzeug mit Fahrer, der die Lebensmittel von Trushli nach Briddhim bringt
  • Gesamt-Spendenbedarf: 2.700 Euro
  • bereits gespendet (Stand 05.07.2020): 500 Euro

Tenzin Lhamo, unsere Mitarbeiterin vor Ort, wird die Lebensmittel bei sich aufbewahren, wo die Bedürftigen diese abholen werden. Die Vergabe der Lebensmittel wird dokumentiert und es wird sichergestellt, dass alle Haushalte gleichmäßig versorgt werden.

Update 02.08.2020:

Insgesamt konnten wir 3.348 Euro Spenden sammeln, was für gut 18 Euro pro Haushalt und 2 Monate ausreicht. Diesen Betrag werden wir noch im August nach Briddhim überweisen.

 

  

  

 

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Gesichts-OP für den 14-jährigen Tenzin Jamyang in Bir

Vor 2 Jahren erlitt Tenzin Jamyang schwere Kopfverletzungen, als er von einem Motorrad angefahren wurde. Er hat den Unfall überlebt und kann sogar wieder zur Schule gehen. Da er und seine 13-jährige Schwester Tenzin Yangzom aber keine Eltern mehr haben (der Vater ist verstorben und die Mutter hat die Familie verlassen) und ihre Großmutter zu arm ist, um die beiden zu unterstützen, leben sie im TCV Lower Chauntra bei Bir. Sie sind völlig mittellos.

Die Ärzte hatten dem Jungen bereits nach den ersten Eingriffen erklärt, dass eine weitere OP notwendig sein wird, denn die Nase des Jungen ist noch immer schwer geschädigt und er kann nicht gut atmen. Die OP soll am 23. Dezember im PGI Hospital in Chandigarh durchgeführt werden und die Kosten belaufen sich auf 80.000 INR, ca. 1.000 Euro.

Wenn Sie für die Operation des Jungen spenden möchten, können Sie dies über unser Vereinskonto oder einfach online über unser Betterplace-Projekt „others before self“ tun: http://www.betterplace.org/p56977

Wir werden hier auf dieser Seite regelmäßig über den Verlauf der Hilfsaktion und Tenzin Jamyangs Zustand informieren.

     

 

Update 26.11.2019

Seit unserem Aufruf konnten wir 430 Euro Spenden für die OP sammeln. Wir haben Tenzin Jamyang darüber informiert und er freut sich sehr über die Unterstützung. Wir hoffen, dass bis Ende Dezember auch der restliche, notwendige Betrag zusammenkommt.

 

Update 12.12.2019

Dank zahlreicher Spenden können wir in Kürze einen Gesamtbetrag von 1.150 Euro für die OP überweisen. Nach dem Eingriff werden wir hier aktuelle Infos einstellen. Wir danken allen Unterstützern von Herzen für die vielen Spenden!

 

Update 09.01.2020

Tenzin Jamangs OP ist gut verlaufen:

Ende Dezember 2019 konnten wir an das Tibetan Children Village in Chauntra Spenden in Höhe von 1.150 Euro für die nächste OP des 14-jährigen Tenzin Jamyang überweisen. Die OP war vorverlegt worden und fand am 19. Dezember statt. Am 25. Dezember wurden die Fäden gezogen und Tenzin Jamyang geht es gut. Er konnte das Krankenhaus bereits verlassen und muss in ca. drei Monaten wieder zur Nachuntersuchung.

Herzlichen Dank an alle Unterstützer!

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Medizinische Behandlung für Dawa Yangchen in Briddhim (1972 – 2020)

Dawa Yangchen war die Schwiegermutter Tenzin Lhamos, unserer Mitarbeiterin vor Ort in Briddhim. Mitte 2017 ging es Dawa plötzlich sehr schlecht, sie wurde immer schwächer und schlief viel. Lhamo und ihre Familie brachten sie nach Kathmandu ins Krankenhaus.

Dort stellte man fest, dass sie eine eine weit fortgeschrittene Leberzirrhose (Stadium C nach Child-Pugh) hat und bereits ausgeprägte Folgeschäden, wie Bauchwasser und Umgehungskreisläufe in Form von Krampfadern in der Speiseröhre (sog. Ösophagusvarizen), aufgetreten swaren. Die Genese der Erkankung war völlig unklar. Weder hatte sie übermäßig Alkohol konsumiert, noch lag eine Hepatitis vor. Während des ersten längeren Aufenthalts hatte man die Krampfadern versorgt, damit sie nicht plötzlich anfangen würden zu bluten. Zudem hatte man Dawa medikamentös eingestellt um die Erkrankung ein wenig aufzuhalten.

Der Erfolg war nicht von langer Dauer. Dawa kehrte zwar nach Briddhim zurück, jedoch kam es zu einer ausgeprägten Blutarmut (a.e. durch eine okkulte Blutung) und sie musste zurück ins Krankenhaus und dort Bluttransfusionen erhalten. Die Leber entfernt einerseits Giftstoffe aus dem Körper, andererseits stellt sie wichtige Transporteiweiße und Produkte der Blutgerinnung her. Fehlen diese, kann es sehr leicht zu Blutungen kommen.

Letztendlich ist eine Heilung einer Leberzirrhose nicht möglich. Einzig eine Lebertransplantation hätte die Lebenserwartung von Dawa deutlich verbessern können. Dies ist jedoch selbst in Deutschland schon kaum möglich, in Nepal undenkbar. Die Familie war sich bewusst, dass eine palliative Situation bestand, jedoch hofften sie mit medizinischer Versorgung das Dawas Leben noch etwas zu verlängern und ihr zu helfen können.

Die finanziellen Rücklagen der Familie waren bald fast vollständig aufgebraucht, da sich Dawas Mann kaum um die Geschäfte kümmern konnte und so hatten wir Spenden gesammelt um die Familie bei der Finanzierung der Behandlungen und Medikamente zu unterstützen.

Seit Mitte März 2019 war Dawa wieder zuhause bei ihrer Familie in Briddhim und ihr Zustand verschlechterte sich immer mehr. Sie konnte nicht mehr essen und ihre Leberzirrhose schien einen Höhepunkt erreicht zu haben. Nach einigen Monaten und einer zusätzlichen Ayurveda-Behandlung besserte sich Dawas Zustand wieder und war dann über ein halbes Jahr mehr oder weniger stabil.

Anfang März 2020 ist Dawa im Alter von erst 48 Jahren verstorben. Am 9. März wurde der Leichnam eingeäschert und die 49-tägige Trauerzeit mit täglichen Pujas und Gebeten begann. Dawa war im Dorf sehr beliebt und galt als sehr warmherzige, hilfsbereite Frau.

    

   

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