Immer wieder werden wir von unseren Freunden in Indien und Nepal auf besondere „Problem-Fälle“ aufmerksam gemacht. Oft wenden die Menschen sich auch an unsere Freunde dort, da sie von uns gehört haben und bitten in aller Demut um Hilfe. Wir haben dafür ein offenes Ohr und bemühen uns – ganz im Sinne des Mottos der Tibetan Children Villages „Others Before Self“ – zu helfen, wo Not ist.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen über solche zeitlich begrenzten Sonder-Hilfsaktionen.
Wenn Sie eine unserer Aktionen unterstützen möchten, schreiben Sie uns bitte eine Nachricht an: info@tibet-tshoesem.de oder spenden Sie direkt auf unser Vereinskonto (Daten rechts auf dieser Seite).
Für diese Aktionen haben wir außerdem zwei Betterplace-Projekte mit dem Titel „Hilfe für bedürftige Menschen in Indien und Nepal“, sowie „Hilfe für das bitterarme Aappani Village im süd-nepalesischen Chitwan“ eingerichtet. Dort ist Spenden ganz einfach und sicher online möglich. Die Projekt-Buttons sind rechts auf dieser Seite oder hier: http://www.betterplace.org/p56977 und hier: http://betterplace.org/p124230
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Hilfe für die Flutopfer im Rasuwa Distrikt
- Start: 28. August 2026
- Zweck: Versorgung mit Grundnahrungsmitteln, Unterkunft, Medikamenten und Behandlung, Evakuation
Zwei Tage nach der entsetzlichen Flutwelle in Nepal steigen die Zahlen der Toten und Vermissten weiter an und die Situation verschärft sich. Die Situation in Briddhim und den Dörfern in den Bergen oben, wo unsere älteren Paten“kinder“ leben und auch die Familien der Schüler, die in Syabrubesi zur Schule gingen, ist viel schlimmer als zunächst befürchtet.
Syabrubesi war das Zuhause einiger unserer Paten“kinder“ und des Schulleiters unserer Partnerschule. Die Zerstörung dort ist unvorstellbar und wir befürchten, dass auch viele unserer Lieben dort umgekommen sind.
Es sind aber nicht nur die Regionen am Flussufer betroffen, auch in den Bergdörfern spitzt sich die Lage zu.
Die gesamte Region ist von der Außenwelt abgeschnitten. Der einzige Weg, der bisher von Kathmandu nach Briddhim und dort weiter zu den anderen Dörfern führte, ging über Syabrubesi. Dort existiert nichts mehr. Hilfstrupps können nur über die Luft in die Region gelangen. Die Menschen sind also von jeder Art von Versorgung abgeschnitten.
Es ist davon auszugehen, dass die Helikopter der nepalesischen Armee auch diese Dörfer ansteuern und Hilfsgüter abwerfen, doch dies ist nur eine erste Nothilfe. Wir bauen gerade den Kontakt zu einem Kloster in Kathmandu auf, das eine Hilfsaktion starten möchte und plant einen Helikopter zu chartern, um die Menschen aus Briddhim und der Umgebung nach Kathmandu ins Kloster zu bringen um sie dort zu beherbergen bis alles wieder soweit aufgebaut ist, dass sie zurück können. Wir werden prüfen, ob wir da unterstützen können.
Zwar ist noch so vieles unklar, aber dass Hilfe benötigt wird, steht fest. Wir können noch keine Summe nennen, die benötigt wird oder wo genau alles im Einzelnen eingesetzt wird. Das wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.
Aber es steht bereits fest, dass viele Menschen auf lange Zeit überhaupt kein Einkommen mehr haben werden, also wird Geld für das tägliche Leben benötigt. Andere haben keine Unterkunft mehr. Medizinische Versorgung wird nötig sein und vieles mehr, ganz gleich ob sie in den Dörfern bleiben oder für einige Zeit in Kathmandu untergebracht werden. Wir werden mehr Kinder in Boarding Schools unterbringen müssen und voraussichtlich auch im Kinderheim in Kathmandu.

Spenden aktuell (29.08.2026): 1.000 Euro
Update 29.08.2026
Heute gibt es die traurige Gewissheit bezüglich erster Patenkinder, die nicht überlebt haben. Die Namen zu lesen, ihre Gesichter vor uns sehen und zu wissen, sie sind nicht mehr da, zerreißt uns das Herz. Wir haben sieben Namen von Kindern erhalten, die in Syabrubesi zur Schule gingen und zurzeit der Flutwelle mit ihren Eltern am Grenzübergang waren. Auch ein Teil der Eltern steht auf der Opferliste. Die Paten werden in persönlichen Nachrichten informiert.
Heute konnten wir mit Geshe Sonam Wangchen – Leiter von Hope & Challenge und des Kinder- und Pflegeheims in Kathmandu – telefonieren. Ihm war es gestern gelungen mit einem kleinen Team bis nach Trisuli Village zu kommen. Dies liegt von südlich von Dhunche. Von dort aus Richtung Norden sind die Straßen blockiert bzw. von der Flutwelle völlig zerstört. Die Armee kontrolliert die Region und erlaubt keine Aufnahmen. Geshe la musste sie heimlich machen. Wir teilen daher hier nur wenige. Er konnte erste Lebensmittel verteilen. Die Menschen, die überlebt haben, sind in höhere Gebiete geklettert, wo sie bei anderen Bewohnern untergekommen sind, aber es fehlt an Lebensmitteln und Wasser. Geshe la durfte sich auch nicht als NGO ausweisen. Hilfsaktionen von NGOs scheinen im Moment nicht erlaubt, Regierung und Armee untersagen das. Geshe la erklärte er sei aus der Region und wollte nur ein paar Familienangehörigen helfen, was sie zuließen.
Morgen wird Geshe la ins Yellow Gompa in Kathmandu gehen, wo auch Paljor, unser Mitarbeiter aus Briddhim schon ist. Sie werden uns von dort Updates senden. Die meisten Evakuierten, die in Armee-Helikoptern ausgeflogen werden und keine Angehörigen in Kathmandu haben, werden dort untergebracht und auch ärztlich versorgt und wir hoffen, dass vielleicht auch schon die ersten Bewohner Briddhims und der Dörfer der Umgebung dort angekommen sind. Geshe la hat uns gebeten auch ihn / Hope & Challenge mit Spenden zu unterstützen, um weiteren Menschen in der Region zu helfen. In ein paar Tagen wird er wieder in die Flussregion fahren und dann auch Medikamente mitnehmen.
Spenden aktuell (30.08.2026): 1.625 Euro
Update 31.08.2026
Die Opferzahlen steigen. Stand heute wurden bisher ca. 900 Tote geborgen. Die meisten von ihnen wurden von der Flutwelle Hunderte Kilometer weit bis in das indische Staatsgebiet mitgerissen. Einige Hundert Menschen konnten gerettet bzw. gefunden werden. 4.800 aber werden noch vermisst. In der Auffangstelle im Yellow Gompa in Kathmandu sind bisher ca. 300 Evakuierte angekommen. Es scheint dort anscheinend noch keine Aufzeichnungen zu geben und so konnten wir unsere drei Patenkinder aus Syabrubesi, die wir dort vermuten, noch nicht finden.
Auch die Opferzahlen unter unseren Unterstützen steigen leider an. Stand heute:
- 9 tote Kinder (die Schul-Patenschaften hatten)
- 9 Erwachsene (größtenteils Eltern dieser Schüler, 2 Angehörige einer Witwe aus Lingling)
- 14 Erwachsene werden vermisst
Mit unseren Projekten im Raum Briddhim hatten wir bis zum Zeitpunkt des Unglücks folgende Menschen mit Patenschaften unterstützt: 40 Menschen in den Bergdörfern, 9 in Syabrubesi, 113 Kinder aus den Bergdörfern, die aber auf die Gosainkunda English Boarding School gingen. Ihre Eltern und Geschwister gehören aber genauso zu unserem Projekt. Hier zur Übersicht eine Karte der Region.

Die Dörfer, deren ärmsten Bewohner wir unterstützen, liegen in der Region zwischen Syabrubesi und Timure am nördlichen Ende (Süd-Nord-Entfernung ca. 10 km – bis zum Grenzübergang nach Tibet weitere 2 km). Östlich des Flusses liegen die tibetischen Dörfer Briddhim, Kangjim, Pelko und Lingling. Westlich des Flusses liegen die Dörfer mit größtenteils nepalesischer Bevölkerung, zu der die meisten Schulkinder gehören, Thuman, Daal, Tarsa und Mentok Gan. Alle befinden sich in größerer Höhe – bis auf das Randgebiet von Lingling – und wurden von der Flutwelle nicht getroffen. Die Kleinstadt Syabrubesi aber lag direkt in einer Flussschleife und erstreckte sich auf beiden Seiten des Ufers. Daher kamen dort so viele Menschen um.
Die kurze Entfernung zur Grenze hinter welcher sich die Flutwelle aufbäumte, erklärt die enorme Wucht, mit der sich die Schlamm- Geröll- und Wassermassen durch diesen nördlichen Teil Rasuwas gewälzt haben.
Zu all unseren Dörfern gibt es noch immer keine Verbindung. Es gibt auch am Tag 5 nach der Katastrophe keinen Strom, da die Kraftwerke an der Grenze stark beschädigt wurden. Auch konnten wir noch immer keine Informationen darüber erhalten, ob die Armee die Dörfer mit Hubschraubern ansteuern und vielleicht doch auch dort Hilfsgüter abwerfen wird. Etwas Hoffnung macht ein Hinweis des deutschen Auswärtigen Amtes mit einem Link zu einer nepalesischen Regierungsseite („Nationales Entscheidungsunterstützungssystem für Fahrzeug- und Transportresilienz“), auf der bereits einige Straßenöffnungen verzeichnet sind und auch an der Straße NH42, der betroffenen Verbindung entlang des Trishuli River nach Norden bis zur tibetischen Grenze soll gemäß dieser Seite schon gearbeitet werden. Die Daten scheinen etwas zu optimistisch, aber es gibt doch ein wenig Hoffnung.
In den letzten Tagen haben wir bereits sehr viele Spenden erhalten und wir sind gerührt von der großen Hilfsbereitschaft, den herzlichen Nachrichten, die wir erhalten und der Anteilnahme.
Spenden aktuell (01.09.2026): 5.630 Euro
Update 01.09.2026
Heute konnte ich eine Weile mit unserem Mitarbeiter Paljor sprechen, der zurzeit einen Freiwilligendienst im Yellow Gompa in Kathmandu leistet, wo etwa 300 evakuierte Menschen aus Rasuwa untergebracht wurden. Sie befinden sich in einer großen Halle, schlafen auf Matten auf dem Boden. Viele von ihnen sind krank, haben Bluthochdruck, Diabetes und lange keine Medikamente mehr erhalten. Viele der Babys und Kleinkinder leiden an Infektionen. Dazu kommt das Trauma der unvorstellbaren Ereignisse.
Gleichzeitig bemüht sich Paljor Informationen aus unseren „Projekt-Dörfern“ zu bekommen und er konnte heute endlich mit seinem Vater in Pelko sprechen. Zwischen den Dörfern Briddhim und Pelko dort oben gibt es einen kleinen „Health Post“, eine Art Krankenstation mit einer Krankenschwester und ein paar Medikamenten für einfache Beschwerden. Den Bewohnern fiel ein, dass die Station einen Generator hat und manche konnten ihre Mobilfunkgeräte aufladen. Allerdings ist das Benzin nun fast aufgebraucht und es gibt noch immer keinen Strom. Er berichtete außerdem, dass alle Bewohner Linglings, dem Dorf, das am tiefsten gelegen ist und das am Rande auch von der hoch aufgestiegenen Sturzwelle getroffen wurde, ins höhere Pelko gekommen sind und dort im kleinen Kloster übernachten. Die einzige Hängebrücke, die von dort über den Fluss auf die westliche Seite hinüber führte, wurde von den Wassermassen mitgerissen. Dies war neben Straßenbrücken am unteren Flussverlauf, die ja auch zerstört sind, die einzige Verbindung zu den Dörfern auf der Westseite.
Paljors Vater berichtete außerdem, dass heute zum ersten Mal ein kleiner Armee-Helikopter kam. Die Bewohner waren alle zusammen gelaufen um eine einigermaßen ebene Fläche neben der staatlichen Schule zwischen Lingling und Pelko für die Landung freizumachen. Es war ein Ärzte-Team dabei, das ein paar Stunden blieb und Medikamente verabreichte. Leider brachten sie nur 2 Säcke Reis mit. Für die Bevölkerung der Dörfer reicht das nicht länger als zwei Tage und das auch nur weil noch einige Lebensmittel übrig sind.
Die schlechte Nachricht ist, dass Regierung und Armee planen in den nächsten Tagen die Hilfsflüge einzustellen, sodass mit einer weiteren Lieferung wohl nicht zu rechnen ist. Die einzige Option die Menschen der Bergdörfer dann noch zu versorgen, wäre mit Hilfe eines gecharterten Helikopters. Paljor hat bereits Kontakt aufgenommen und prüft weitere Details. Allerdings sind die Kosten sehr hoch. Morgen wird Paljor auch mit Menschen aus Mentok Gan, Tarsa und Thuman sprechen, prüfen ob dort vielleicht andere NGOs helfen und welche Dinge am dringendsten gebraucht werden.
Und es gibt leider auch traurige Nachrichten. Drei weitere Bewohner Linglings sind durch die Flutwelle umgekommen. Eine Großmutter, ein Vater und ein Stiefvater unserer Patenkinder.

Spenden aktuell (01.09.2026): 7.190 Euro
Update 02.09.2026
Heute konnte Paljor mit dem Ortsvorsteher von Briddhim, der ebenfalls in Kathmandu ist, bis nach Trisuli fahren, wo auch Geshe Sonam Wangchen bereits Hilfsgüter verteilt hat. Langsam werden immer mehr Teilstücke der Straße wieder geöffnet und es werden Seitenwege angelegt, die durch gebirgiges Terrain führen. Die sonst ca. 45 km weite Strecke bis zur Bezirkshauptstadt Dhunche verlängert sich dadurch enorm und es ist mit mindestens 6 bis 7 Stunden Fahrtzeit zu rechnen. Für größere Jeeps ist der Weg jedoch zu schmal und gefährlich. In kleineren Fahrzeugen aber wäre zu wenig Platz für viele Hilfsgüter. Zudem dauert der Monsun noch an. Auch heute hat es stark geregnet. Dieser Weg ist nur bei trockenem Wetter mit Allrad zu befahren und die Mietkosten für solche Fahrzeuge sind enorm gestiegen. Hinzu kommt, dass der weitere Weg dann von Dhunche nordwärts nach Briddhim noch verschlossen ist. Es gibt also noch immer kein Durchkommen.
Die Option einen Helikopter ab Kathmandu zu chartern hat sich zerschlagen. Die Armee untersagt private Flüge. Es könnte aber sein, dass ab Dhunche private Helikopterflüge erlaubt sind (Kosten: ca. 1.100 €). Es ist schwierig verlässliche Informationen zu erhalten und wir müssen weiter abwarten, wie sich die Situation in den nächsten Tagen entwickelt und wo Wege geöffnet werden.
Unser Team bereitet sich aber darauf vor hoffentlich bald erste Hilfsgüter in unsere Dörfer zu bringen. Hauptsächlich werden Grundnahrungsmittel und Batterien benötigt. Dafür haben wir heute den ersten Betrag von 2.000 Euro an unsere NGO überwiesen und auch an Hope & Challenge haben wir den gleichen Betrag auf den Weg geschickt. Damit werden Geshe Sonam Wangchen und sein Team helfen die Überlebenden in Kathmandu zu versorgen.
Spenden aktuell (02.09.2026): 7.325 Euro
Update 03.09.2026
Heute konnte unser Team vor Ort bestätigen, dass die einzige Hilfe, die für die kommende Zeit möglich ist, mit einem privat gecharterten Helikopter Hilfsgüter in die Bergdörfer zu bringen. Anscheinend konnte gestern eine Gruppe von Evakuierten aus Khangjim Unterstützung von Familienangehörigen im Ausland erhalten und hat eine erste Hilfsladung mit Lebensmittel und Generatoren in ihr Dorf geschickt. Wir warten auf genauere Details, auch zu den Preisen und Konditionen und bereiten uns darauf vor, einen Helikopter zu chartern.
Spenden aktuell (03.09.2026): 8.565 Euro
Update 04.09.2026
Gestern konnten zum ersten Mal endlich einige Bewohner unserer Dörfer auf der westlichen Seite des Trishuli telefonisch erreicht werden. Von ca. 500 Menschen, die in der kleinen Region lebten, werden 140 vermisst und sind wahrscheinlich umgekommen. Die Verzweiflung ist groß. Viele der Bewohner arbeiteten an der tibetischen Grenze und bei Timure im Straßenbau, als Lastenträger oder haben Lastwagen umgeladen.
Gleichzeitig gab es aber auch gute Neuigkeiten. Das Benchen Monastery in Kathmandu, in dem auch einige Mönche aus Briddhim leben, konnte gestern mit vielen Spenden zwei Helikopter chartern, die ein paar Lebensmittel nach Briddhim und auch nach Thuman auf der anderen Seite gebracht haben. Dieser persönliche, wenn auch kurze Kontakt zur Außenwelt und die Hilfsgüter, machen den Menschen Hoffnung. In Kürze möchte das Kloster auch Solarlampen in die Region bringen. All das hilft auch uns, so können wir uns auf andere Hilfsgüter konzentrieren.
Unser Team hat einen Helikopter gebucht – in der Zwischenzeit gibt es lange Wartelisten – und wenn alles klappt, wird der Flug morgen um 9 Uhr Richtung Briddhim starten. Genaue Details können wir morgen mitteilen. Um nicht darauf warten zu müssen, bis unsere Übeweisung in Nepal ankommt, hat Paljor sich bemüht das Geld für die Hilfsmittel und den Flug zu leihen. Wir überweisen nun einen ersten Betrag von 3.000 Euro.
Spenden aktuell (04.09.2026): 10.111 Euro
Update 07.09.2026
Heute gibt es endlich Neuigkeiten. Die Möglichkeit einen Helikopter zu mieten und erste Hilfsgüter nach Briddhim und die Dörfer der Umgebung zu bringen, hat sich wohl endgültig zerschlagen. Paljor geht täglich in das Regierungsbüro, dass die Flüge genehmigen muss und stellt immer wieder neue Anträge. Zuvor muss auch das Nepal Disaster Management seine Zustimmung geben und leider werden Flüge von NGOs und Privatpersonen zum Transport von Hilfsgütern nicht mehr genehmigt. Wir dürften nur einen Helikopter chartern um ohne alles in die Dörfer zu gelangen und mit den Menschen zu sprechen. Das wäre auch schon sehr wichtig, doch der Preis von 1.100 Euro pro Charter ist einfach zu hoch, wenn wir nicht auch Sachen bringen können, die dringend benötigt werden. Das Geld benötigen wir für weitaus wichtigere Dinge. Trotzdem würden wir uns diese Option sehr wünschen. Es wäre so wichtig, dass wir persönlich zu den Menschen gelangen, Informationen zu ihrer aktuellen Situation erhalten, ihnen Mut zusprechen und sie über unsere Hilfsaktion aufklären, dass sie sich keine Sorgen machen brauchen. Weder wir hier in Deutschland noch unser Team in Kathmandu kann mit irgendjemandem dort sprechen. Es sind noch immer keine Telefonate möglich. Wenn wir eine Sonderspende für diesen Bedarf erhielten, würden wir den Helikopter chartern.
Paljor hat aber in der Zwischenzeit einen guten Kontakt zu den Mönchen des Benchen Monastery aufgebaut. Sie planen in den nächsten Tagen einen Jeep zu mieten und nochmals zu versuchen nach Briddhim zu kommen und von dort dann auch in die anderen Dörfer. Für die gut 100 km von Kathmandu bis Dhunche, für die man früher mit dem Pkw nur 3 Stunden brauchte – und für die vor ein paar Tagen, als es noch niemand versuchte hatte, ca. 7 Stunden geschätzt wurden -, müssen jetzt 2 Tage eingerechnet werden. Denn hinter Trisuli wird die neue provisorische Straße gefährlich. Von Dhunche geht es dann noch ein Stück rein in die Berge bis Barku und von dort muss dann gelaufen werden. Der Fußmarsch bis nach Briddhim würde weitere 2 Tage dauern. Kein ganz ungefährlicher Plan, denn es regnet weiter und an vielen Stellen gibt es immer wieder Erdrutsche.
Tatsächlich hatte sich aber eine Gruppe aus Briddhim vor ein paar Tagen zu Fuß auf den Weg gemacht und ist heute in Kathmandu angekommen. Sie wollen ein paar Hilfsgüter kaufen und wieder zurück ins Dorf. Paljor dachte schon daran sich ihnen anzuschließen, doch dann müsste er den gefährlichen, mehrtägigen Fußmarsch zurück durch das Gebirge alleine machen, was zu riskant wäre.
Eventuell wird sich Paljor daher den Mönchen anschließen und wenn sie in Dhunche sind, würden sie dort nochmals versuchen von dort vielleicht doch einen Helikopter zu chartern.
Eine richtig gute Neuigkeit gibt es aber doch. Der Dorfvorsteher aus Briddhim, mit dem Paljor am 2. September bis nach Trisuli gefahren war, konnte aufgrund seines politischen Amtes als Regierungsvertreter mit einem Helikopter nach Briddhim gelangen. Leider durfte er Paljor aber nicht mitnehmen. Er konnte aber Reis, Öl, ein paar andere Lebensmittel und auch eine Solarlampe und einige Medikamente für den Medikamente ausliefern (Fotos unten). Und auch die Regierung hat nochmals einen Armee-Hubschrauber nach Briddhim geschickt und 54 Säcke Reis geliefert. Das beruhigt uns etwas. Wir hoffen bald selbst wieder Kontakt zu unseren Lieben in den Dörfern zu haben.
Spenden aktuell (07.09.2026): 10.161 Euro

Update 09.09.2026
Unsere ersten Spenden sind in Nepal angekommen. Für den Betrag von 2.000 Euro, den wir an Hope & Challenge überwiesen hatten, konnte Geshe Sonam Wangchen Stühle, Tische, Zeltdächer und auch Tsampa für die evakuierten Flutopfer kaufen, die seit der Sturzflut im Yellow Gompa in Kathmandu untergebracht sind. Es sind mehrere Hundert Menschen dort. In der großen Halle, in der sie sich aufhalten, gibt es immer mehr Infektionen. Dank der Zelte können sich die Menschen nun auch während des Monsuns im Freien aufhalten. Die Verletzten und Älteren sind dankbar, dass sie auf Stühlen sitzen und an Tischen essen können.

Auch die 3.000 Euro, die wir an unsere Mitarbeiter aus Briddhim überwiesen hatten, sind angekommen. Heute morgen um 9 Uhr hat sich Paljor endlich auf den Weg nach Briddhim machen können. Es sind zwei Jeeps unterwegs. Eine Gruppe von 6 Leuten, die aus Qirong auf der tibetischen Seite nach Kathmandu gekommen waren, fährt in einem Fahrzeug. Im zweiten sind Paljor und zwei befreundete Frauen aus Briddhim. Alleine wäre die gefährliche Strecke viel zu riskant.
Vor der Abfahrt hatte unser Team Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel und 3 Powerbanks gekauft und wir alle hoffen, dass sie in Dhunche doch einen Helikopter chartern können, was sich einfacher gestalten müsste als von Kathmandu aus. Sonst müssten sie all die Sachen durch das Gebirge tragen. 11 Stunden später erhielten wir die Nachricht, dass sie alle erschöpft aber sicher in Dhunche angekommen sind. Die 125 km auf dem schlammigen, rutschigen Weg hatten es in sich. Immer wieder waren Fahrzeuge stecken geblieben. Wenn alles wie geplant weitergeht, werden sie morgen im Helikopter nach Briddhim rauffliegen.


Spenden aktuell (10.09.2026): 11.331 Euro
Update 11.09.2026
Heute Morgen konnte Paljor endlich die Genehmigung erhalten mit dem Helikopter nach Lingling zu fliegen, leider nur unter strengen Auflagen. So durfte er nur alleine fliegen und leider auch die Hilfsgüter nicht mitnehmen. Allerdings hatte er seine Tasche vollgestopft mit Medikamenten gegen Erkältung, Durchfall, Wundsalben und weiteres. All die anderen Sachen wurden vorübergehend in einem Lagerraum in Dhunche verstaut, denn die Armee stellt auch hier an den Straßen sicher, dass keine privaten Hilfsgüter überreicht werden, weder durch NGOs noch Familienangehörige. Anträge werden weiterhin abgewiesen. Das vollgeladene Fahrzeug konnte daher auch nicht passieren. Es war aber einen Versuch wert.
Nach der Landung in Lingling konnten wir nur kurz mit Paljor sprechen. Er muss Batterien sparen, um auch in den nächsten Tagen noch Nachrichten und Fotomaterial senden zu können. Vorerst haben wir erfahren, dass die Dörfer auf beiden Seiten des Flusses, also all unsere Projektdörfer, immer wieder von Armee-Hubschraubern angeflogen werden und Lebensmittel erhalten. Das ist eine sehr gute Nachricht, doch sie bekommen meist nur Reis und Öl. Zum Überleben wird es reichen, doch um über Monate hinweg wirklich zurechtzukommen wird mehr benötigt.
In den kommenden Tagen wird Paljor sich mit den Dorfbewohnern zusammen setzen, alle wichtigen Informationen zusammentragen und sich nochmals mit dem Chief District Officer besprechen, der bei dem Charter des Helikopters behilflich war. Wir hoffen dann bald die nächsten Schritten planen zu können.
Videos zu den verschiedenen Updates sind in den Mitteilungen auf unserer Facebook-Seite zu sehen: https://www.facebook.com/charity.Tibet


Spenden aktuell (11.09.2026): 12.031 Euro
Update 14.09.2026
Nach zwei Tagen in Lingling hat Paljor die letzten beiden Tage in Briddhim verbracht und auch dort wieder mit all den Bewohnern gesprochen. Alle sind sehr dankbar, dass es Paljor gelungen ist zu ihnen zu kommen. Es macht ihnen Mut, denn viele befürchteten, dass unsere Spenden, die wir ja bisher zweimal pro Jahr überreicht hatten und auf die alle schon gewartet haben, nicht mehr ankommen. Paljor hat ihnen versichert, dass wir uns Bestes tun um zu helfen und sie mit allem Wichtigen zu versorgen.
Außerdem konnte Paljor mit dem Ward Chairman von Briddhim, dem Chief District Officer und den Ältesten der Dörfer die Lage diskutieren, sowie mit einem Zuständigen des dortigen Elektrizitätswerks sprechen, der nach Briddhim gekommen war. Folgendes ist vorerst geplant:
- Bis unsere Partner-Schule, die Gosainkunda English Boarding School in Syabrubesi wieder öffnen kann – wozu der Ort erst wieder eine Infrastruktur braucht – soll die kleine staatliche Schule in Lingling vorübergehend von allen Kindern genutzt werden. Da sie nur bis zur 3. Klasse führt, sollen zusätzliche Lehrer und Unterrichtsmaterial auch für höhere Klassen gebracht werden. Es sollen Sportmöglichkeiten (z.B. Volleyball, Badminton) eingerichtet werden. Sobald die Dörfer wieder zu erreichen sind, kann es an die Umsetzung gehen.
- Innerhalb einer Woche ab heute soll Briddhim wieder an das Stromnetz angebunden werden. Dann hätten die Bewohner endlich wieder Licht in den stockdunklen Nächten und auch Strom um Handys zu laden und Kontakt nach draußen halten zu können.
- Die Reparaturen der Stromkabel nach Lingling und Pelko dauert voraussichtlich noch 3 Wochen.
- Die nepalesische Regierung wird wohl zumindest während des nächsten Monats noch Lebensmittel per Helikopter in die Dörfer bringen. Auch weitere Besuche von Ärzte-Teams sind geplant, die Bewohner erhalten Vitamine und sollen gegen Cholera geimpft werden.
Da der Helikopter-Flug nach Lingling am Ende kostenlos war, prüfen wir ob und wie Paljor auch die Dörfer auf der westlichen Seite des Trishuli besuchen kann. Von dort erhielten wir heute neue, leider auch sehr traurige Nachrichten. Weitere unserer Patenkinder bzw. deren Angehörige wurden als tot oder vermisst gemeldet. Wir möchten auch dort prüfen, ob eine der kleinen staatlichen Schulen, z.B. die in Mentok Gan, ähnlich wie in Lingling ausgebaut werden könnte, damit die Kinder auf dieser Seite bleiben und dort ebenfalls vorübergehend zur Schule gehen können.
Außerdem prüfen wir demnächst gemeinsam mit dem Chief District Officer, ob und wie unsere nächsten Spenden, die wir normalerweise Anfang Oktober nach Briddhim schicken würden, überreicht werden können. Sobald wieder eine minimale Infrastruktur entsteht und die Dörfer zumindest zu Fuß gut erreicht werden können, wäre es möglich die wichtigen Hilfsgüter zu den Empfängern zu transportieren und wahrscheinlich werden dann auch wieder Hilfsprojekte von NGOs weiterlaufen können.
Ähnlich wie nach dem Erdbeben vor elf Jahren, werden die Menschen ein wenig staatliche Hilfe erhalten, um z.B. zerstörte Häuser wieder aufzubauen, doch da wo Menschen weder Ausweise, Papiere noch Besitzurkunden haben, was bei der armen, ländlichen Bevölkerung selten der Fall ist, kommt solche Unterstützung nicht an. Voraussichtlich werden wir also auch beim Wiederaufbau einiger Häuser helfen, wie z.B. dem der Eltern der 10-jährigen Sunica (Foto unten), deren Hütte in Lingling zerstört wurde. Die kleine Familie konnte der Sturzflut entkommen, hat aber wie so viele andere alles verloren.

Spenden aktuell (19.09.2026): 13.360 Euro
Update 22.09.2026
In den letzten Tagen war Paljor mit weiteren 23 starken Männern aus den Dörfern unterwegs um alte Strommasten für Pelko und Lingling zu holen. Sie mussten viele Stunden lang insgesamt 18 alte Masten den weiten Weg von Khangjim durch den Wald und über unwegsames Gelände bis nach Briddhim schleppen. Briddhim hat seit ein paar Tagen wieder Strom, doch früher gab es keine Kabelverbindung von dort aus nach Pelko und Lingling. Seit heute sind die Männer dabei die Masten auf dem Hang zwischen Briddhim und den weiter unten gelegenen Dörfern Pelko und Lingling aufzustellen. Danach wird es hoffentlich nicht mehr lange dauern, bis die neuen Kabel gebracht werden und die Dörfer wieder Strom haben.
Seit der Sturzflut findet im kleinen Gompa von Pelko jeden Dienstag eine Puja für die Verstorbenen statt. Die Trauerriten dauern 49 Tage. Danach essen alle immer zusammen und bei der Gelegenheit konnte Paljor heute auch Windeln an mehrere Familien mit Babys verteilen. Diese hatte er zusammen mit den Medikamenten aus Kathmandu mitgebracht.




Spenden aktuell (02.10.2026): 14.010 Euro
Update 03.10.2026
Nach drei Wochen in Briddhim und der Umgebung ist Paljor vor zwei Tagen nach Kathmandu zurück gekehrt. Er war mehr als 14 Stunden unterwegs. Erst ging es mit dem Helikopter von Lingling nach Dhunche. Die Kosten dafür konnte er sich mit einer anderen NGO teilen. Von Dhunche aus musste er wieder einen Jeep mieten, der bis Betrawati fahren konnte. Dann musste er gut eine Stunde über einen ziemlich gefährlichen Feldweg am rutschigen Hang entlang nach Trishuli laufen, denn die Straße von Betrawati nach Trishuli ist noch immer nicht repariert, die neue Brücke ist auch noch im Bau. Ab Trishuli ging es dann wieder per Jeep weiter bis nach Kathmandu.
Nun dürfen NGOs endlich wieder Helikopter chartern. Die Kosten liegen für einen einfachen Flug von Dhunche nach Lingling bzw. nach Thuman auf der westlichen Seite bei 80.000 NPR, also ca. 460 Euro. Von Kathmandu aus sind die Flüge natürlich teurer. Da die Regierung bereits weniger Hilfsgüter in die entlegenen Dörfer schickt, müssen wir nun übernehmen und wir prüfen die Konditionen, Preise und besten Wege um Lebensmittel und weitere Güter in die Dörfer zu bringen. Sollte die Straßenverbindung schon bald neu entstehen, sodass Syabrubesi von Kathmandu aus wieder erreichbar ist, könnten wir alles mit einem Laster transportieren und Kosten sparen.
Spenden aktuell (08.10.2026): 14.650 Euro
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Informationen über bereits abgeschlossene Hilfs-Aktionen finden Sie auf der Folgeseite: https://www.tibet-tshoesem.de/abgeschlossene-sonder-hilfsaktionen/