Sonder-Hilfsaktionen

Immer wieder werden wir von unseren Freunden in Indien und Nepal auf besondere „Problem-Fälle“ aufmerksam gemacht. Oft wenden die Menschen sich auch an unsere Freunde dort, da sie von uns gehört haben und bitten in aller Demut um Hilfe. Wir haben dafür ein offenes Ohr und bemühen uns – ganz im Sinne des Mottos der Tibetan Children Villages „Others Before Self“ – zu helfen, wo Not ist.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über solche zeitlich begrenzten Sonder-Hilfsaktionen.

Wenn Sie eine unserer Aktionen unterstützen möchten, schreiben Sie uns bitte eine Nachricht an: info@tibet-tshoesem.de oder spenden Sie direkt auf unser Vereinskonto (Daten rechts auf dieser Seite).

Für diese Aktionen haben wir außerdem zwei Betterplace-Projekte mit dem Titel „Hilfe für bedürftige Menschen in Indien und Nepal“, sowie „Hilfe für das bitterarme Aappani Village im süd-nepalesischen Chitwan“ eingerichtet. Dort ist Spenden ganz einfach und sicher online möglich. Die Projekt-Buttons sind rechts auf dieser Seite oder hier: http://www.betterplace.org/p56977 und hier: http://betterplace.org/p124230   

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Medizinische Behandlung für Nima Singi aus Lingling – Start 26.01.2024

Der 37-jährige Nima Singi lebt mit seiner Frau Nyima in Lingling, Briddhim, in direkter Nähe zu unseren Mitarbeitern. Er arbeitet als Tagelöhner im Straßenbau. Das Paar hat einen Sohn, der seit sieben Jahren als Mönch in einem Kloster Dzongkar Choede in Mysore Indien lebt, denn die Eltern konnten ihn nicht mehr ernähren. Der Junge hatte lange Zeit auch eine Patenschaft bei uns. Bis vor kurzem lebte noch ihre Nichte Pasang Karmo bei der Familie. Bis sie die Schule Ende letzten Jahres verließ, hatte sie eine Patenschaft bei uns.
Nima klagte schon seit einiger Zeit über Abgeschlagenheit und Bauchschmerzen, dann wurde seine Haut immer gelber. Anfang Januar stellte sich im Krankenhaus in Dhunche vor, wo massiv erhöhte Leberwerte gemessen wurden. Daraufhin wurde er von seiner Frau in das Kathmandu Medical College, ein Privatkrankenhaus in Kathmandu, gebracht. 
Dort bestätigte sich die Hepatitis B – Infektion. Zum Glück besteht aber noch keine schwerwiegende Leberschädigung. Zur Behandlung erhielt Nima ein Virostatikum und muss demnächst zur Kontrolle nochmals ins Krankenhaus. 
Die aktuellen Kosten für Behandlung, Transport und Unterkunft (das Paar hat leider keine Verwandten in Kathmandu) belaufen sich 130 Euro. Hiervon konnte Nima einen Teil selbst bezahlen, den weiteren Teil hat er sich geliehen und muss ihn zurückzahlen, was ihm nicht möglich ist. Für die Kontrolle sind wieder ca. 130 Euro notwendig. Dafür haben Nima und seine Frau keine finanziellen Mittel. Diese erneute Wiedervorstellung ist jedoch sehr wichtig, um zu sehen, ob die Medikation überhaupt hilft. 
Wir möchten die Familie mit 260 Euro unterstützen, um die medizinischen und weiteren Auslagen zu decken.

Spenden aktuell (27.02.24): 260 Euro – von 260 Euro (Bedarf erfüllt)

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Medizinische Behandlung für die 50-jährige Rabhi aus Lingling – Start 15.01.2024

Seit vielen Jahren leidet Rabhi unter ihren schlechten Zähnen, doch sie kam damit zurecht. Anfang Dezember 2023 konnte sich von einem Arzt eines medical camp – ein Ärzte-Team aus Dhunche, das manchmal durch die Dörfer fährt und kleine ambulante Behandlungen, aber hauptsächlich Untersuchungen vornimmt – untersuchen lassen. In der Zwischenzeit hatte sie starke Zahnschmerzen und ein Zahn wurde gezogen, doch ein paar Tage später wurden die Schmerzen immer schlimmer, ihr Kiefer war geschwollen und sie fuhr nach Dhunche in eine Klinik, wo man sagte ihr, dass sie eine Entzündung hat, eine Wurzelbehandlung nötig ist und diese nur in Kathmandu möglich sei. 

Rabhi musste sich Geld leihen und wurde von ihrer Tochter nach Kathmandu in die Kalyan Dental Clinic in Swayambhunath gebracht. Dort nahm man sofort die Wurzelbehandlung vor und erklärte ihr, dass sie eigentlich dringend auch das gesamte Gebiss behandeln lassen müsse. Es wurden Abdrücke genommen und vier weitere Zähne gezogen. Acht alte Zähne können erhalten bleiben, doch es sollen zwei Brücken eingesetzt werden, sowohl im Ober- wie im Unterkiefer mit insgesamt 15 neuen Zähnen. Aufgrund des großen Umfangs der Behandlung wird dies die teuerste Zahnbehandlung (von weiteren fünf), die wir bisher finanziert haben. Eine Anzahlung von ca. 360 Euro war bei Behandlungsbeginn bereits fällig. Diesen Betrag konnte sich Rabhi bei unseren Mitarbeitern leihen, doch der Gesamtbetrag wurde vom Arzt mit 125.000 NPR angegeben, etwa 900 Euro. Da Rabhi mittellos ist – sie hat leider noch immer keine Patenschaft -, versuchen wir ihr mit einer Spendenaktion zu helfen.

Nach dem tibetischen Neujahr im Februar muss Rabhi wieder nach Kathmandu in die Klinik, wo dann die neuen Zähne eingesetzt werden.  

Spenden aktuell (27.02.24): 600 Euro – von 900 Euro

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Medizinische Versorgung für die 10-jährige Pempa Dolkar aus Thuman – Start 05.01.2023

Die kleine Pempa Dolkar aus Thuman, Bezirk Briddhim in Nord-Nepal, besucht seit 2021 dank einer Patenschaft gemeinsam mit ihrem Bruder Pasang Lhendup die Gosainkunda English Boarding School in Syabrubesi.
Vergangene Woche hat sie sich schwer verletzt, als sie nachts in die Toilette – eine nepalesische Toilette mit Loch im Boden – gestürzt ist. Leider hat sie niemandem Bescheid gegeben und erst als der Schulleiter zufällig sah, dass sie nicht gut laufen kann, kam heraus, dass ein Bein am Sprunggelenk gebrochen war und es eine offene Wunde gab.
Raju Lama kontaktierte sofort die Eltern des Kindes und riet ihnen ihre Tochter umgehend ins Krankenhaus zu bringen. Da ein Arztbesuch aber für die arme Familie eigentlich nicht möglich ist, hatten sie Pempa Dolkar einfach nach Hause gebracht und versucht die Infektion selbst zu behandeln.

Leider hat sich die Wunde dann weiter infiziert und es ist zu einer schweren Infektion der Knochen, Knochenhaut und der umliegenden Weichteile gekommen (nekrotisierende Fasziitis). Als sich der Zustand des Mädchens dramatisch verschlechterte, haben die Eltern sie dann doch schnell nach Kathmandu in eine Privatklinik gebracht, wo sie notfallmäßig operiert wurde. Man hat das massiv geschwollene Bein an mehreren Stellen geöffnet und gespült, damit die Wundflüssigkeit und der Eiter abfließen können, sowie den Bruch geschient.
Da die Behandlung jedoch zu spät begonnen wurde, befindet sich Pempa Dolkar nun leider in schlechtem und kritischem Zustand.
Sie hat eine Blutvergiftung und liegt beatmet und sediert auf der Intensivstation, erhält Antibiotika und kreislaufstabilisierende Medikamente/Infusionen. Die Befunde sehen nicht gut aus.

Auch für deutsche Verhältnisse ist dies ein sehr schweres Krankheitsbild mit einem meist wochen- bis monatelangem Krankenhausaufenthalt.
Nach nur wenigen Tagen belaufen sich die Krankheitskosten aufgrund der Operation und der aufwendigen intensivmedizinischen Behandlung schon auf mehrere tausend Euro. Die Eltern sind völlig mittellos, haben jedoch Angehörige, die im Ausland arbeiten.
Sie alle versuchen nun verschiedene Privatkredite zu bekommen, doch es wird schwer werden die zu erwartende große Summe aufzubringen.
Wir möchten die Eltern in dieser schweren Stunde unterstützen und ihnen wenigstens die finanziellen Sorgen ein wenig nehmen. Vorerst möchten wir daher versuchen 3.000 Euro zusammen zu bekommen.

Spenden aktuell (08.01.24): 1.980 Euro – von 3.000 Euro

 

Update 09.01.2024

Pempa Dolkar geht es schon viel besser und sie muss nun nicht mehr beatmet werden. Wir hoffen, dass die Infektion auch zurückgeht und sich ihr Zustand weiter stabilisiert. Die Behandlungskosten steigen weiter und sie werden wohl auf das Doppelte ansteigen. Eine genauere Einschätzung wird erst in einigen Tagen möglich sein.

Spenden aktuell (10.01.24): 2.680 Euro – von 3.000 Euro

 

Update 11.01.2024

Pempas Zustand bessert sich weiter und sie konnte inzwischen extubiert werden und atmet wieder selbständig. Sie ist wach und ihr Kreislauf ist stabil. Sie wurde nochmals operiert und die Wunde am Fuß sieht deutlich besser aus, der Bruch konnte geschient werden.
Sie liegt bereits auf der Normalstation und nächste Woche ist eine weitere Operation geplant, bei der die offene Wunde am Fuß mittels Haut aus dem Oberschenkel gedeckt werden soll
Im Anschluss wird Pempa wahrscheinlich noch zwei weitere Wochen zur Stabilisierung im Krankenhaus bleiben müssen.
Bisher belaufen sich die Kosten bereits auf 4.300 Euro. Derzeit werden die Gesamtkosten für den Krankenhausaufenthalt, die OPs und weitere Untersuchungen auf ca. 8 Lakh (5.800 Euro) geschätzt. Es könnten auch 10 Lakh (7.200 Euro) werden. Die Familie konnte durch Leihen und Verkauf von teurem Familienschmuck 2.500 Euro bisher selbst aufbringen, sodass wir den Betrag auf unserer Seite nun auf zunächst 3.500 Euro angepasst haben. Sollten die weiteren 1.200 Euro auch noch nötig werden, sammeln wir weiter. 
Bisher haben wir innerhalb weniger Tage bereits fast 3.000 Euro Spenden erhalten, wofür wir uns auch im Namen der Familie von Herzen bedanken!
 

Spenden aktuell (16.01.24): 3.135 Euro – von 3.500 Euro

 

Update 22.01.2024

In den letzten zehn Tagen ist die Infektion am Sprunggelenk deutlich zurückgegangen, dennoch sind auf beiden Seiten offene Wunden, welche nun nach und nach mittels Hauttransplantaten vom anderen Bein gedeckt werden sollen. 
Da die Wunden aber ziemlich groß sind, ist dies nicht so einfach. Zudem hatte sich auch am Rücken ein zweiter Entzündungsherd gebildet und da Pempa durch die vielen Operationen sehr viel Blut verloren hatte, musste sie auch Bluttransfusionen erhalten. Insgesamt geht es ihr aber immer besser. Die Ärzte rechnen damit, dass Pempa noch weitere 2 – 4 Wochen im Krankenhaus bleiben muss und dass auch weitere Operationen notwendig sein werden.

Aktuell belaufen sich die Krankenhauskosten doch schon auf 7.000 Euro. Damit die Familie endlich die ersten Rechnungen begleichen kann, haben wir vor kurzem den Betrag von 3.135 Euro an die NGO unserer Mitarbeiter in Briddhim überwiesen. Letztendlich werden die Kosten weiter steigen und könnten am Ende sogar mehr als 10.000 Euro insgesamt betragen.

Zwar ist die Freude, dass ihre Tochter überlebt hat, bei der Familie groß, doch machen sie sich nun Sorgen die Kosten nicht decken zu können. Wir haben daher den Gesamtbetrag, mit dem wir die Familie unterstützen möchten, auf 5.000 Euro angehoben. Eine größere Summe werden wir nicht zusammenbekommen, da wir ja weitere Menschen mit Sonderaktionen für medizinische Bedarfe unterstützen.

Spenden aktuell (30.01.24): 3.365 Euro – von 5.000 Euro

 

Update 19.02.2024

Heute konnte Pempa Dolkar endlich das Krankenhaus verlassen. Sie befindet sich derzeit bei einer Cousine in Kathmandu, da in Kürze eine weitere OP notwendig ist. Es geht ihr aber schon viel besser. Leider gibt es Probleme mit der Überweisung unserer Spenden und so verzögert sich die Übergabe, doch wir hoffen, dass unsere Mitarbeiter in Briddhim dies bald lösen können.

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Medizinische Versorgung für Tsering Dhargye Lama aus dem Pflegeheim in Kathmandu – Start 28.09.2023

Tsering Dhargye ist 47 Jahre alt und stammt aus der entlegenen Bergregion Dolpo im Nordwesten Nepals. Er konnte nie zur Schule gehen und hat seit Kindesjahren auf dem Feld gearbeitet. Da in Tsering Dhargyes Dorf noch die Kinderehe praktiziert wird, hatte ihn seine Familie sehr früh verheiratet und mit seiner jungen Frau bekam er einen Sohn, der später Mönch wurde.

Die Armut und das harte Leben führten bei Tsering Dhargye leider zur Alkoholsucht. Das Familienleben wurde für alle immer schwieriger und irgendwann trennte sich das Paar. Tserings Dhargyes Alkoholmissbrauch nahm immer weiter zu, was zu einer Schädigung seines Rückenmarks führte. Seine Schmerzen nahmen in den letzten Jahren immer weiter zu und Ende März 2023 kam Tsering Dhargye ins Pflegeheim Metta Nepal Elderly Caring Home, das unter der Leitung von Geshe Sonam Wangchen steht (Hope & Challenge), wo er nun gut versorgt wird.

Vor Kurzem hatte er jedoch einen kleinen Unfall, bei dem er sich ein Bein brach. Dieses wurde behandelt und ist verheilt, doch durch den Sturz wurden auch die Schmerzen im Rücken und in den Beinen immer schlimmer. Die Ärzte rieten ihn dringend zu einer OP im Bereich der Brustwirbelsäule, da bei ihm eine Vergrößerung eines Wirbelsäulenbandes, eine sog. Spinalkanalstenose, festgestellt wurde. Diese verursacht beim Gehen starke Schmerzen und in seinem Fall auch eine Einengung mit Kompression der vom Rückenmark abgehenden Nerven.

Am 18. September wurde er ins Upendra Devkota Memorial National Institute of Neurological and Allied Sciences in Kathmandu eingeliefert. Am 20.09.23 fand die OP statt, bei der die Vergrößerung des Wirbelsäulenbandes operativ entfernt wurde. Der Eingriff ist zwar gut verlaufen, doch die Ärzte sind mit dem Verheilen der Wunde nicht zufrieden. Daher befindet sich Tsering Dhargye noch immer unter strikter Beobachtung. Wegen der hohen Krankenhauskosten hat uns Hope & Challenge um Hilfe gebeten. Bisher sind Kosten von 1.800 Euro angefallen und wir möchten mit dieser Hilfsaktion helfen. Für Tsering Dhargye suchen wir auch seit dem Frühjahr nach einem Paten, was nun noch wichtiger wird, da für Nachuntersuchungen mehr Geld benötigt wird.

Für diese Aktion sammeln wir Spenden über unser Betterplace-Projekt für das Pflegeheim: http://betterplace.org/p99709. Natürlich sind auch Spenden direkt auf unser nebenstehendes Vereins-Spendenkonto möglich.

Spenden aktuell (11.10.23): 70 Euro – von 1.800 Euro

 

Update 26.10.2023

Leider bessert sich Tsering Dhargyes Zustand nur langsam. Die Wunden sind nun gut verheilt, doch er fühlt seine Beine so gut wie nicht mehr und ist ans Bett gebunden. Seit Mitte Oktober befindet er sich in einem Nursing Center, wo man mit der Physiotherapie begonnen hat, die langsam Wirkung zeigt. Die Mitarbeiter von Hope & Challenge hoffen, dass Tsering vielleicht Mitte November ins Pflegeheim zurückkehren kann. Die Behandlung wird aber noch Monate in Anspruch nehmen.

Spenden aktuell (28.10.23): 70 Euro – von 1.800 Euro

 

Update 22. November 2023

Die Leitung von Hope & Challenge konnte für Tsering Dhargyes Behandlungskosten eine Ermäßigung erhalten und so wurde entschieden, dass er vorerst weiterhin im Therapiezentrum bleiben kann, was ihm sehr hilft. Die Behandlungen, u.a. auch mit Moxibustion zeigen Wirkung und er hat wieder ein wenig Gefühl in den Beinen, kann aber noch nicht aufstehen. Tsering Dhargye ist aber sehr glücklich über die Entwicklung. Wir sammeln weiterhin Spenden für ihn und hoffen, dass er bald einen Paten finden wird.

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Informationen über bereits abgeschlossene Hilfs-Aktionen finden Sie auf der Folgeseite: https://www.tibet-tshoesem.de/abgeschlossene-sonder-hilfsaktionen/