Sonder-Hilfsaktionen

Immer wieder werden wir von unseren Freunden in Indien und Nepal auf besondere „Problem-Fälle“ aufmerksam gemacht. Oft wenden die Menschen sich auch an unsere Freunde dort, da sie von uns gehört haben und bitten in aller Demut um Hilfe. Wir haben dafür ein offenes Ohr und bemühen uns – ganz im Sinne des Mottos der Tibetan Children Villages „Others Before Self“ – zu helfen, wo Not ist.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über solche zeitlich begrenzten Sonder-Hilfsaktionen.

Wenn Sie eine unserer Aktionen unterstützen möchten, schreiben Sie uns bitte eine Nachricht an: info@tibet-tshoesem.de oder spenden Sie direkt auf unser Vereinskonto (Daten rechts auf dieser Seite).

Für diese Aktionen haben wir außerdem ein Betterplace-Projekt mit dem Titel „Hilfe für bedürftige Menschen in Indien und Nepal“ eingerichtet. Dort ist Spenden ganz einfach und sicher online möglich. Der Projekt-Button ist rechts auf dieser Seite oder hier: http://www.betterplace.org/p56977

 

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Hilfsaktion für eine junge Familie in Mcleod Ganj – Neustart Juli 2021 (Bedarf erfüllt!)

Die kleine Familie lebt am Rande von Mcleod Ganj (Upper Dharamsala) und ist durch den ersten Corona-Lockdown in Indien völlig mittellos geworden. Die blutjungen Eltern Tenzin Delek (21) und Lobsang Choekyi (19) konnten sich selbst und ihre kleine Tochter Tenzin Sangmo (2 Jahr und 3 Monate) früher durch einen Kellner-Job des Vaters gut versorgen. Seit Tenzin Delek im Frühjahr 2020 arbeitslos geworden war, hatte sich ihre Situation verschlechtert und sie konnten nicht einmal mehr die Miete zahlen oder Lebensmittel kaufen.

Tenzin Delek kennen wir persönlich, denn er lebte bis vor drei Jahren im Kloster Tse Chokling, wo Nyima ihn in den ersten Jahren betreute. Im Alter von 10 Jahren hatte ihn sein Vater aus Nepal ins Kloster gebracht, denn die Mutter hatte die Familie verlassen und der Vater konnte den Jungen alleine nicht ernähren. Leider ist dann auch der Vater verschwunden und hat seinen Sohn nie mehr besucht. Daher hat Tenzin Delek heute auch keinerlei Papiere, eine Geburtsurkunde gibt es nicht und so kann er auch keine Unterstützung durch die tibetische Regierung beantragen. Auch Arbeit zu finden ist ohne Papier fast unmöglich. Er ist völlig auf sich alleine gestellt.

Tenzin Delek lebte acht Jahre lang im Kloster und entschied sich dann im Alter von 18 Jahren das Kloster zu verlassen. Er lernte seine Frau kennen und die beiden entschieden sich zusammenzubleiben. Sie sind sehr glücklich zusammen, auch wenn sie ein sehr bescheidenes Leben führen.

Tenzin Deleks Ehefrau ist Tibeterin. Ihre Eltern waren mit ihr aus Tibet geflohen und so konnte Lobsang Choekyi einige Jahre auf die Schule eines TCV gehen. Ihre Mutter lebt seit ein paar Jahren in Frankreich, der Vater hatte geplant Anfang 2020 zu seiner Frau zu ziehen, gab seinen Job auf, konnte dann jedoch durch den plötzlich eintretenden Corona-Lockdown nicht mehr ausreisen. Daher ist auch er arbeitslos und kann seine Tochter nicht unterstützen.

Die Familie erhielt von der Regierung eine einmalige Sozialleistung von ca. 60 Euro, war danach aber auf sich alleine gestellt. In einer ersten Hilfsaktion konnten wir letztes Jahr 669 Euro Spenden für die Familie sammeln, mit denen sie Miete und Lebensmittel für viele Monate decken konnten und im September konnte Tenzin Delek dann endlich wieder als Kellner im Restaurant arbeiten.

Da die Inhaberin das Restaurants diesen Sommer nun erneut wegen ihrer Schwangerschaft schließen musste, hat Tenzin Delek wieder seine Arbeit verloren. Er findet keine Arbeit finden und auch seine Frau Lobsang Choekyi sucht vergeblich nach einer Verdienstmöglichkeit. Bis sich die Situation rund um die Corona-Beschränkungen bessert und eine Erwerbstätigkeit für die jungen Eltern wieder möglich ist, möchten wir sie mit Spenden für Miete und Lebensmittel unterstützen. Die Miete kostet ca. 30 Euro, für Lebensmittel benötigt die 3-köpfige Familie ca. 50 Euro.

 

 

Update 15. Juli 2021

Eine liebe Unterstützerin, die Tenzin Delek persönlich kennt und die unseren Aufruf ebenfalls erhalten hat, konnte der Familie mit einem großen Betrag helfen. Sie ist für die nächsten Monate versorgt und benötigt vorerst keine weitere Unterstützung.

 

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Einrichtung einer kleinen Corona-Krankenstation in Kathmandu – Start Mai 2021

In Nepal wird die Lage immer kritischer, die medizinische Versorgung bricht zusammen. Besonders in den großen Städten wie Kathmandu sind die Krankenhäuser völlig überlastet und können keine Patienten mehr aufnehmen. Viele Corona-Infizierte suchen verzweifelt nach Hilfe und vor allem nach Sauerstoff.
Geshe Sonam Wangchen hat daher zusammen mit seinem Team und einer weiteren tibetischen NGO in einem angemieteten Haus etwas außerhalb von Kathmandu (Nähe Namgyal Gokarna) eine kleine Krankenstation aufgebaut, wo bis zu 16 Patienten stationär mit Medikamenten und Sauerstoff versorgt werden können. 3 Krankenschwestern sind ständig vor Ort. Außerdem gibt es einen Helfer, einen Koch und einen Fahrer, der die Kranken abholt und in die Station bringt. Am 10. Mai wurde der erste Corona-Patient aufgenommen.
Die täglichen Kosten für Miete, Gehälter und Verpflegung der Kranken betragen ca. 110 Euro pro Tag. Eine Sauerstoffflasche kostet zwischen 95 und 140 Euro. 
Das Team versorgt auch viele Kranke zuhause. Auch sie werden mit Lebensmitteln, Medikamenten und bei Bedarf mit Sauerstoff unterstützt.
 
 
 
Folgendermaßen setzen sich die Unkosten zusammen:
Monatl. Gehälter:
Fahrer: 30.000 NPR
Krankschwester: 25.000 NPR
Koch: 15.000 NPR
Helfer: 12.000 NPR
Monatsmiete: 50.000 NPR
tägliche Versorgung (Lebensmittel, Medikamente, usw. in der Station): 8.000 NPR
Sauerstoffflasche: 12.000 – 18.000 NPR.
 
Für das Projekt wird dringend finanzielle Hilfe benötigt. Spenden können direkt auf unser Vereinskonto (Verwendungszweck: Corona-Krankenstation Kathmandu) oder über unser Betterplace-Projekt http://www.betterplace.org/p56977 getätigt werden. 
 
                                                                            
 
Update 18. Mai 2021
 
Inzwischen befinden sich nun schon 14 Corona-Patienten in der Krankenstation. Eine Person konnte am gestrigen Abend gesund entlassen werden.
Bisher gesammelter Spendenbetrag: 1.355 Euro
 
Als weitere Spenden-Option hat Konny Lama eine zusätzliche Betterplace-Spendenaktion gestartet, um auch auf diesem Wege Spenden für das Projekt zu sammeln. Den Link dazu finden Sie rechts auf dieser Seite: „Sauerstoff statt Schokolade“ – http://www.betterplace.org/f37924
 
 
 
Update 21. Mai 2021
 
Die 14 Patienten auf der Station sind auf dem Weg der Besserung und erholen sich. Auch die Versorgung mit guten Lebensmitteln trägt zur Gesundung bei.
 
Bisher gesammelter Spendenbetrag: 2.365 Euro
 

                         

Update 24. Mai 2021

Heute morgen konnten zwei weitere Patienten die Krankenstation gesund verlassen. Im Moment befinden sich 12 Patienten dort.

Außerhalb der Station betreut und versorgt das Team zurzeit auch 8 Patienten in deren eigenen Wohnungen. 2 von ihnen benötigen Sauerstoff . 12 weitere Kranke wurden ebenfalls schon versorgt. Sie sind bereits gesund und benötigen keine Hilfe mehr. Der Großteil des Sauerstoffs wird in diesen Privatunterkünften benötigt.     

Der Bedarf an Sauerstoff variiert stark. Bisher werden bis zu 5 Flaschen pro Tag genutzt. Bei den Lebensmittelspenden kommen 650 Mahlzeiten zusammen, die das Team pro Tag überreicht. Dafür werden 240 Euro täglich benötigt.     

 

Update 1. Juni 2021

Eine weiterer Covid-19 – Patient ist in der Krankenstation aufgenommen. Zwei anderen geht es bereits viel besser und sie können voraussichtlich bald entlassen werden. Insgesamt entspannt sich die Lage in Kathmandu langsam, doch die Coronazahlen steigen weiter an und das Team um Geshe Sonam Wangchen hat weiterhin alle Hände voll zu tun.

Aktueller Spendenstand: 2.960 Euro

 

                                   

Update 9. Juni 2021

Endlich gehen die Corona-Zahlen in Nepal wieder etwas zurück, doch der strenge Lockdown dauert an. Fahrzeuge dürfen noch immer nur mit Ausnahmegenehmigungen fahren. Noch immer erkranken und sterben sehr viele Menschen.

Gestern war die Anzahl der Patienten in der Krankenstation auf 4 herunter gegangen. Alle anderen konnten nach und nach die Station gesund verlassen. Heute kamen jedoch wieder 6 neue Fälle hinzu. Im eigenen Zuhause versorgt das Team derzeit 31 Kranke.

Im Reha-Zentrum der Dach-Organisation Hope & Challenge wurden 39 Bewohner positiv auf Covid-19 getestet. Ihr Zustand ist stabil, einige müssen mit Sauerstoff versorgt werden. Im Dicky Tsering Home und auch im Seniorenheim gibt es zum Glück keine Infizierten und zwei der älteren Bewohner konnten nun geimpft werden. Derzeit versucht man in Nepal die 60- bis 65-Jährigen zu impfen. Wie in allen Dingen, ist auch eine Impfung für Tibeter in Nepal schwieriger als für Nepalesen. Sie müssen zahlreiche Unterlagen vorlegen, bevor ihnen eine Impfung bewilligt wird. Das Team um Geshe Sonam Wangchen hilft auch bei diesen bürokratischen Dingen.

Aktueller Spendenstand: 3.365 Euro

 

 

Update 21. Juni 2021

Seit heute gibt es einige Lockerungen in Kathmandu. Geschäfte dürfen wieder von 10 bis 17 Uhr öffnen und Pkws können abwechselnd (gerade – ungerade Kennzeichen) wieder fahren. In der Corona-Station befindet sich nun nur noch eine erkrankte Person und auch die Anzahl der Menschen, die zuhause mit Medikamenten und Sauerstoff versorgt werden müssen, hat abgenommen. Andererseits wurde das Team heute in ein Kloster gerufen. Dort scheint es nun Infizierte zu geben. Die Pandemie ist auch in Nepal noch lange nicht überstanden.

Heute konnten wir 3.615 Euro für diese Hilfsaktion nach Kathmandu überweisen. Der Betrag wird Geshe Sonam Wangchen und seinem Team helfen geliehene Summen zurückzuzahlen und weitere Kosten zu decken.

                                                                       

Update 4. Juli 2021

Nach der Überweisung der Spenden haben wir noch weitere 100 Euro  erhalten. Diese und eventuell neue zukünftige Spenden werden dann mit der regulären Spendenüberweisung im August auf den Weg gehen.
 
Das Geld ist bereits angekommen und Geshe Sonam Wangchen und sein Team sind sehr dankbar für die Unterstützung. Teils mussten sie Geld leihen, um die Kosten für das Projekt zu decken und nun konnten sie die Beträge zurückzahlen.
Die Situation in Kathmandu hat sich ziemlich beruhigt. Seit ein paar Tagen gibt es keine Patienten mehr in der Station, am 29.06. war der letzte Patient gesund entlassen worden. Auch die Anzahl der Menschen, die zuhause versorgt werden müssen, ist weit zurückgegangen und somit wurde die Station nun geschlossen.
 
Zum Abschluss wurde das 7-köpfige Team, die Krankenschwestern und alle anderen Mitarbeiter der Station nochmals vor ein paar Tagen auf Covid-19 getestet und heute Morgen kam das Ergebnis, alle sind negativ.
Im Namen der Menschen in Kathmandu, Geshe Sonam Wangchens und des Teams vor Ort danken wir allen Unterstützern von Herzen für die große Hilfe und die vielen Spenden.
 
 

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Lebensmittel für ärmste Menschen in Kathmandu – Anfang Mai 2021

Die Covid-Fallzahlen in Nepal steigen massiv an. Dieses Mal scheinen erschreckender Weise auch die Verläufe bei Kinder symptomatischer zu verlaufen, weshalb erneut alle Schulen geschlossen worden. In Kathmandu wurde wieder ein Lockdown ausgerufen, der besonders strikt ist. Die Menschen dürfen nur zum Einkaufen hinaus. Hundertausende haben die Stadt verlassen.
Da Lebensmittel und Hygieneartikel, insbesondere auch Medikamente, zu einem Großteil aus Indien importiert werden, steigen wird die Versorgung nun wieder knapper und die Preise steigen.
Geshe Sonam Wangchen und sein Team von Hope and Challenge haben wieder begonnen die ärmeren Menschen in Kathmandu mit Essen und Hygieneartikel zu versorgen. Das Elend ist groß, denn die Menschen können nicht arbeiten und haben somit nichts, um sich und ihre Familien zu ernähren.
Wie während des letzten Lockdowns möchten wir für Geshe Sonam Wangchen wieder Spenden sammeln, damit er seine wertvolle Arbeit fortführen. Pro Tag verteilen er und seine Mitarbeiter 500 Mahlzeiten. Dafür werden täglich 240 Euro benötigt.
Gerne können Sie auf unser Vereinskonto spenden oder über unser Betterplace-Projekt http://www.betterplace.org/p56977
 
 
  

Am 11. Mai konnten wir einen ersten Betrag in Höhe von 1.500 Euro nach Kathmandu überweisen.

 

 

Am 21. Juni konnten wir weitere 350 Euro für Lebensmittel überweisen.

 

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Informationen über bereits abgeschlossene Hilfs-Aktionen finden Sie auf der Folgeseite: https://www.tibet-tshoesem.de/abgeschlossene-sonder-hilfsaktionen/