Immer wieder werden wir von unseren Freunden in Indien und Nepal auf besondere „Problem-Fälle“ aufmerksam gemacht. Oft wenden die Menschen sich auch an unsere Freunde dort, da sie von uns gehört haben und bitten in aller Demut um Hilfe. Wir haben dafür ein offenes Ohr und bemühen uns – ganz im Sinne des Mottos der Tibetan Children Villages „Others Before Self“ – zu helfen, wo Not ist.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen über solche zeitlich begrenzten Sonder-Hilfsaktionen.
Wenn Sie eine unserer Aktionen unterstützen möchten, schreiben Sie uns bitte eine Nachricht an: info@tibet-tshoesem.de oder spenden Sie direkt auf unser Vereinskonto (Daten rechts auf dieser Seite).
Für diese Aktionen haben wir außerdem zwei Betterplace-Projekte mit dem Titel „Hilfe für bedürftige Menschen in Indien und Nepal“, sowie „Hilfe für das bitterarme Aappani Village im süd-nepalesischen Chitwan“ eingerichtet. Dort ist Spenden ganz einfach und sicher online möglich. Die Projekt-Buttons sind rechts auf dieser Seite oder hier: http://www.betterplace.org/p56977 und hier: http://betterplace.org/p124230
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Medizinische Nothilfe für Yutung Tamang aus Briddhim
- Start: 27. Januar 2026
- Zweck: Finanzierung der Behandlung und Krankenhauskosten
- Bedarf: 1.300 Euro – Anpassung auf 1.900 Euro ab 24.03.
Heute haben wir einen neuen Hilferuf aus Briddhim erhalten. Die 47-jährige Yutung aus Briddhim musste vor ein paar Tagen in ein Krankenhaus in Kathmandu eingeliefert werden. Ihre Familie hatte sie zunächst in ein Krankenhaus im näher gelegenen Dhunche gebracht, doch dort konnte man ihr nicht helfen und überwies sie sofort in die Hauptstadt. Yutungs Mann Norbu ist ein Bruder von Phur Pasang, der letztes Jahr einen Schlaganfall erlitt und für den wir gerade eine Hilfsaktion beenden konnten. Die Familie ist völlig mittellos und verzweifelt, denn Yutung geht es sehr schlecht und ihr Zustand ist kritisch.
2018 bereits wurde bei Yutung eine schwere Knochen-Tuberkulose diagnostiziert. Auch damals hatten wir mit einer Hilfsaktion Spenden gesammelt. Ihre Nieren wurden schwer geschädigt, sie verlor viel Blut und zunächst wurde befürchtet, dass ihre Blase entfernt werden müsste. Die Behandlung dauerte viele Monate. Immer wieder kam es zu Verschlechterungen von Yutungs Zustand, doch ab dem Sommer 2019 ging es ihr besser, sie konnte zurück ins Dorf. Damals war sie nur in der Lage mit eine Gehhilfe zu laufen, doch ihr Zustand war stabil. Vor einigen Monaten hat sich Yutungs Zustand aber wieder erheblich verschlimmert. Sie hat extreme Schmerzen, Unterbauch und Beine sind enorm geschwollen. Die Ärzte stellten fest, dass eine Niere überhaupt nicht mehr funktionierte und entfernten sie sofort. Auch die zweite Niere und die Blase sind stark geschädigt. Yutung benötigt Bluttransfusionen und eine Dialyse, doch auch damit sind ihre Überlebenschance sehr gering.
Da die Familie sehr arm ist, entschied sie bereits Yutung zurück ins Dorf zu bringen, denn sie können die hohen Behandlungskosten nicht bezahlen. Zwar sind diese in dem staatlichen Krankenhaus viel geringer, als in anderen privaten Kliniken, doch auch diese Summen sind für die Familie nicht zu finanzieren. Die Ärzte allerdings forderten Yutungs Mann auf, das Geld irgendwo zu leihen und verweigerten Yutungs Entlassung, da sie sonst innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen sterben werde.
Unsere Mitarbeiter liehen der Familie einen ersten Betrag von 300 Euro und wir haben heute mitgeteilt, dass sie weitere 600 Euro zur Verfügung stellen sollen, um die ersten Kosten zu übernehmen. Der notwendige Gesamtbetrag beläuft sich derzeit auf ca. 1.300 Euro und wir möchten der mittellosen Familie dabei helfen. Auch wenn Yutung trotz der Behandlung vielleicht nur noch einige Monate leben kann, möchten wir ihr helfen eine gute Behandlung und Versorgung zu bekommen und der Familie zumindest die Last der Sorgen um die Bezahlung nehmen.

Spenden aktuell (29.01.2026): 1.445 Euro von 1.300 Euro – Bedarf vorerst erfüllt + Überschuss 145 Euro
Update 29.01.2026
Die Ärzte baten die Familie in der Zwischenzeit selbst nach einem Spender zu suchen, der bereit ist Yutung eine Niere zu spenden. Tatsächlich hat die Familie einige Freunde und Angehörige angesprochen, doch die meisten kommen aufgrund von Krankheiten nicht in Frage und andere fürchten sich vor dem Eingriff. Derzeit ist noch nicht klar, was genau das Nierenversagen bewirkt hat und inwieweit die Dialyse helfen wird. Selbst wenn Yutung mit regelmäßiger Dialyse weiterleben könnte, wären die Kosten enorm hoch. Da bereits jetzt mit einer höheren Summe zu rechnen ist, werden wir zumindest zusätzliche 500 Euro sammeln, um diesen Betrag dann in Kürze nach Nepal zu überweisen. Die Spendenbereitschaft ist sehr hoch und wir haben schon heute 1.445 Euro erhalten, also 145 Euro als zu Beginn der Aktion geplant und so fehlen nur noch 355 Euro bis zur Überweisung.
Spenden aktuell (30.01.2026): 2.800 Euro von 1.800 Euro – Bedarf erfüllt
Update 01.02.2026
Es sind nochmals viele weitere Spenden hinzu gekommen und heute konnten wir 2.800 Euro an unsere Partner-NGO in Briddhim überweisen. Sobald die Spenden ankommen, werden Lhamo und Paljor sich um die Zahlung der Rechnungen kümmern und das geliehene Geld zurückzahlen. Gestern waren sie bei Yutung im Krankenhaus. Ihr Zustand scheint sich ein wenig zu stabilisieren, aber sie hat starke Schmerzen und kann schlecht atmen. Ab heute wird sie nicht mehr künstlich ernährt, Norbu wurde gebeten ihr leichte Mahlzeiten zu kaufen. Er selbst ist rund um die Uhr bei Yutung und schläft auf dem Boden unter ihrem Bett. In Nepal müssen sich die Angehörigen um vieles, wie das Füttern, Windelnwechseln und Dinge wie das Besorgen von Medikamenten, Blutkonserven usw. kümmern. Lhamo wird in den nächsten Tagen auch frische Kleidung für Yutung kaufen gehen, denn sie konnte seit ihrer Einlieferung noch nichts wechseln. Unsere Mitarbeiter prüfen derzeit die weiteren Kosten für die wöchentliche Dialyse und die neuen Untersuchungen. Ein Termin für die nächste dringende Ultrauntersuchung ist leider erst in einer Woche frei. Wir hoffen, dass die Behandlung aber schnell anschlägt und es Yutung bald besser gehen wird.

Update 05.02.2026
Nachdem unsere Mitarbeiter zahlreiche Krankenhäuser in Kathmandu kontaktiert haben, hat sich leider herausgestellt, dass zurzeit nirgendwo Kapazitäten für eine reguläre Hämodialyse vorhanden sind. In den meisten Fällen fehlen Blutkonserven. Daher bereiten Yutungs Ärzte sie nun für eine kontinuierliche, ambulante Bauchfelldialyse vor, bei der das Blut über das körpereigene Bauchfell gereinigt wird. Dazu wird ein Katheter operativ in der Bauchdecke eingesetzt. Damit könnte Yutung nach Briddhim zurückkehren.
Sie müsste dann mehrmals täglich den Beutel selbstständig wechseln, was perfekte hygienische Bedingungen voraussetzt um Entzündungen zu verhindern. In Yutungs und Norbus Zuhause im Dorf ist das allerdings schwer umzusetzen. Die Ärzte rieten ein separates fensterloses Zimmer einzurichten und auch Yutungs Ernährung müsste vollständig umgestellt werden. Das alles stellt das Paar vor große Herausforderungen, doch die ganze Familie hofft, dass Yutung so überleben kann. In den nächsten zwei Wochen werden Yutung und Norbu angelernt, damit sie alleine alles handhaben können. Außerdem wird Yutung Schilddrüsen-Medikamente, sowie weitere gegen Bluthochdruck und Diabetes nehmen müssen. Aufgrund ihrer Armut besteht eventuell die Möglichkeit, dass man den beiden die Kosten für die Bauchfelldialyse erlässt. Das prüfen unsere Mitarbeiter gerade.

Update 08.02.2026
Leider gibt es schlechte Nachrichten. Heute haben Yutungs Ärzte mitgeteilt, dass eine Bauchfelldialyse aufgrund ihrer Herzprobleme, einer Entzündung in Blase und Gebärmutter doch nicht möglich ist. Die Dialyse wird daher weiterhin mit Hilfe der Blutzufuhr über den Arm durchgeführt. Dies soll während der nächsten 17 Tage fortgeführt werden. Unsere Mitarbeiter suchen daher nun nochmals nach einer anderen Klinik, wo eine reguläre Hämodialyse danach dann möglich wäre. In der Zwischenzeit sind unsere Spenden angekommen und der Betrag reicht hoffentlich um die Behandlung in den nächsten drei Wochen zu finanzieren, denn die Hälfte der Spenden war vor ein paar Tagen schon aufgebraucht.
Es werden weitere Spenden für Yutung benötigt, wobei wir den notwendigen Betrag immer wieder anpassen müssen, doch zunächst möchten wir zusätzliche 600 Euro sammeln.

Neuer Bedarf – Spenden aktuell (15.02.2026): 365 Euro von 600 Euro
Update 08.03.2026
Heute wurde Yutung aus dem Krankenhaus entlassen. Zusammen mit ihrem Mann, wohnt sie nun in einer kleinen Wohnung einer Verwandten, die im Ausland ist. Einerseits geht es Yutung viel besser. Sie kann sich ein wenig bewegen und langsam aufstehen, ist in der Lage zu essen und sogar eine Toilette zu benutzen. Andererseits aber spitzt sich ihre Situation nun dramatisch zu, denn seit der Entlassung aus dem Krankenhaus, liegt ihre medizinische Versorgung allein in der Verantwortung der Familie, die völlig mittellos ist. Die Ärzte haben Yutung erklärt, dass sie nun weiterhin zweimal pro Woche eine Dialyse benötigt, die aber nicht in der bisherigen Klinik durchgeführt werden kann. In den letzten Wochen hatte die Familie verzweifelt versucht eine andere Klinik zu finden und endlich gibt es eine Option. Ab dem 11. März kann Yutung im Manmohan Memorial Hospital mit der Dialyse beginnen. Allerdings ist die Behandlung extrem teuer und ihr Mann Norbu teilte unseren Mitarbeitern mit, dass er ohne weitere Unterstützung von Tibet Tshoesem Yutung zurück ins Dorf bringen muss, um sie dort sterben zu lassen. Ohne die Dialyse kann Yutung nicht überleben.
Unsere Mitarbeiter bemühen sich um finanzielle Unterstützung durch die dörfliche Gemeinde und versuchen auch mit der neuen Klinik eine Ermäßigung der Kosten für die Dialyse-Sitzungen auszuhandeln. Der reguläre Preis pro Dialyse beträgt ca. 30 Euro, was zunächst nicht viel erscheint, doch Yutung benötigt zwei Behandlungen in der Woche, wodurch pro Monat 240 Euro aufzubringen sind. Hinzu kommen Kosten für die Taxifahrten zur Klinik, denn Yutung kann nicht laufen. Diese betragen pro Monat ca. 40 Euro.
Sollte keine Ermäßigung genehmigt werden, benötigen wir 280 Euro im Monat. Um Yutungs Behandlung abzusichern möchten wir versuchen mehrere Paten für sie zu finden. Zusätzlich sammeln wir Extra-Spenden und hoffen bis zur nächsten Spendenübergabe im April wenigstens den Betrag für die ersten sechs Monate (1.680 Euro) zusammen zu bekommen. 365 Euro haben wir bereits in den letzten Monaten gesammelt. Vom letzten, großen Betrag, den wir im Februar überwiesen hatten, sind noch 120 Euro übrig. Es fehlen also im Moment noch 1.195 Euro. Wenn wir Yutungs Behandlung für das kommende halbe Jahr sicher stellen könnten, hätte die Familie eine kleine Atempause und könnte die Möglichkeit zu prüfen, ob jemand einen Kredit erhalten kann und wir hätten Zeit um Paten zu finden.
Neuer Bedarf – Spenden aktuell (12.03.2026): 1.000 Euro von 1.680 Euro
Update 12.03.2026
Gestern Abend erhielt Yutung ihre erste Dialyse in einer neuen Klinik. Zuvor gab es noch einige Aufregung, denn als Norbu und Yutung ins Manmohan Memorial Hospital kamen, wo die Behandlung geplant und schon zugesagt worden war, erklärte man ihnen plötzlich, dass doch kein Platz frei sei. Die Familie suchte den ganzen Tag nach einer anderen Klinik und konnte schließlich im Silverline Hospital einen Platz bekommen. Dort musste dann wieder ein neuer Bluttest durchgeführt werden, der weitere 62 Euro gekostet hat und es ist ein größeres Problem aufgetreten. Eine Dialyse-Behandlung kostet hier 38 Euro, also 8 Euro als in der letzten Klinik. Dadurch erhöht sich der Bedarf pro Monat um 64 Euro und für das erste halbe Jahr benötigen wir 384 Euro mehr als zunächst berechnet.

Neuer Bedarf – Spenden aktuell (23.03.2026): 1.370 Euro von 2.064 Euro
Update 24.03.2026
Endlich wurde eine neue Klinik gefunden, in der Yutung hoffentlich regelmäßig ihre Dialyse bekommen kann. Das National Kidney Center ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die Behandlungen günstiger anbietet und eventuell wird Yutung die Dialyse nach den ersten 10 Behandlungen sogar kostenfrei erhalten. Unsere Mitarbeiter konnten ein offizielles Schreiben des Bürgermeisters von Briddhim erhalten, in dem er die Klinik auf die schwierige Situation der mittellosen Familie hinweist, die völlig von Spenden abhängig ist und in dem er um Ermäßigung bzw. Erlass der Behandlungskosten gebeten hat. Die Klinik prüft diese Möglichkeit und wir hoffen, dass der Antrag erfolgreich sein wird.
Vor der ersten Dialyse in der Klinik gestern mussten wieder neue Tests durchgeführt werden und zusammen mit der ersten Behandlung wurden 240 Euro fällig. Unsere Mitarbeiter hatten noch einen Restbetrag übrig. Ab der zweiten Dialyse kostet diese hier nur noch 21 Euro, doch die Klinik liegt weiter entfernt und aufgrund des Iran-Krieges sind die Spritpreise in Nepal ziemlich angestiegen. Die Taxifahrten sind daher teurer. Zudem benötigt Yutung regelmäßig Medikamente und wir möchten auch mit ein paar Spenden für Lebensmittel helfen, denn in Kathmandu sind die Lebenshaltungskosten viel höher als im Dorf und die beiden haben kein Einkommen. Der neue Bedarf von 1.846 Euro für das kommende halbe Jahr setzt sich folgendermaßen zusammen:
- Dialyse + Taxi: 1.290 Euro
- einmalig 176 Euro
- Lebensmittel: 180 Euro
- Medikamente: 200 Euro
Der heute hier genannte Betrag der bisher erhalten Spenden ist ein neuer, da ein Teil des Gesamtbetrags ja bereits in Kathmandu war und nun aufgebraucht ist. Der aktuelle Betrag bezieht sich auf die neuen Spenden, die uns hier nun zur Verfügung stehen. Wir möchten 1.900 Euro an Yutung und Norbu senden. Die nächsten Spenden gehen Anfang April auf den Weg.

Neuer Bedarf – Spenden aktuell (24.03.2026): 1.165 Euro von 1.900 Euro
Update 26.03.2026
Eine liebe, sehr großzügige Unterstützerin hat den noch fehlenden Betrag von 700 Euro gespendet. Die nächste notwendige Spendensumme ist also vorhanden und dafür sind wir sehr dankbar.
Um Yutungs Versorgung mit der lebensnotwendigen Dialyse abzusichern, bieten wir ab sofort auch die Möglichkeit einer Patenschaft an. Zurzeit sind Yutung und Norbu zwar versorgt, doch da wir wie in vielen anderen Fällen, z.B. Schul-Patenschaften, auch für Yutung die Spenden im voraus sammeln müssen und bei der zweiten Spendenüberweisung für 2026 im Oktober der Betrag für die dann kommenden 6 Monate benötigt wird, müsste die Patenschaft schon im April starten. Bis Ende April müsste das National Kidney Center mitteilen, ob eine günstigere Behandlung möglich ist. Danach wissen wir, ob der notwendige Bedarf reduziert werden kann. Somit würden wir eine Patenschaft erst nach einem weiteren Update einrichten.
Stand heute werden für Dialyse und Fahrten zur Klinik monatlich 215 Euro benötigt. Sollte die Klinik den Antrag genehmigen und die Kosten für die Behandlung reduzieren, möchten wir Yutung und Norbu trotzdem mit einer Patenschaft für ihre Grundversorgung (Lebensmittel und Medikamente) unterstützen. Dieser Betrag würde voraussichtlich bei ca. 60 Euro liegen: https://www.tibet-tshoesem.de/patenschaften-in-kathmandu/
Spenden aktuell (26.03.2026): 1.865 Euro von 1.900 Euro
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Informationen über bereits abgeschlossene Hilfs-Aktionen finden Sie auf der Folgeseite: https://www.tibet-tshoesem.de/abgeschlossene-sonder-hilfsaktionen/