Patenschaften in Dharamsala und Nord-Indien

Der monatlich notwendige Betrag zur Unterstützung eines Bedürftigen variiert je nach persönlicher Situation. Im Normalfall können Sie bereits mit 20 Euro im Monat eine Grundversorgung sichern. Insofern nicht anders angegeben, ist dies der Patenschaftsbeitrag.

Derzeit betreuen wir 24 Patenschaften für 20 Bedürftige im Raum Dharamsala, darunter Familien, Kinder, sowie Nonnen und Mönche, die nicht in einem Kloster leben. Die meisten der älteren Menschen konnten nie eine Schule besuchen und haben so keine Chance auf ein Einkommen, mit dem sie sich selbst versorgen können. Oftmals können sich die Eltern dann die Schulgebühren für ihre Kinder nicht leisten und nur durch Hilfe von außen wird die Möglichkeit auf eine bessere, selbst-bestimmte Zukunft geschaffen. Somit ist eins unserer Ziele Kindern mittelloser Eltern eine Schulausbildung zu ermöglichen.

Die Ordinierten, die nicht in Klöstern leben, sind meist krank und benötigen permanente medizinische Versorgung. Hinzu kommt, dass sie für Miete und Lebensmittel selbst aufkommen müssen. Auch hierbei helfen mir mit Patenschaften für eine Grundversorgung.

Für die Mönche im Kloster Tse Chok Ling, das wir mit zahlreichen Projekten unterstützen, suchen wir ebenfalls nach Paten. 

Fotos und Details finden Sie auf der Seite „Mönche im Kloster Tse Chok Ling“.

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Für folgende Kinder, Jugendliche, Alleinstehende und Familien im Raum Dharamsala suchen wir derzeit nach Paten:

 

Akshay Sharma

Der 40-jährige Akshay Sharma stammt aus dem nord-indischen Shimla und lebt seit einigen Jahren in Dharamsala. Sein jüngerer Bruder Bhanu (Foto 5, mit Maske) arbeitet im Restaurant unseres Freundes Thupten Lama (ehemaliger Mönch und Direktor des Klosters Tse Chokling). Thupten hat uns auf Akshay aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten.

Die beiden Brüder stammen aus einer sehr armen indischen Familie. Ihr Vater ist bereits vor 20 Jahren verstorben, die Mutter verstarb Anfang 2020. Bhanu und Akshay konnten beide bis zur 12. Klasse zur Schule gehen, obwohl die Ausbildung keine gute war. Während Bhanu sich seitdem mit wechselnden Jobs durchschlagen kann, begann Akshay schon früh Alkohol und Drogen zu konsumieren. Seit sechs Jahren leidet aufgrund dessen unter einer schweren psychischen Störung und muss Medikamente nehmen. Zurzeit wissen wir noch nicht, ob es überhaupt Aussicht auf Heilung gibt oder ob sein Gehirn bereits zu sehr geschädigt wurde.

Weder Akshay noch Bhanu haben eine eigene Familie und so kümmert sich Bhanu um seinen älteren Bruder. Er selbst schläft in Thuptens Restaurant und finanziert mit seinem Gehalt die Miete des einfachen Zimmers des Bruders, Lebensmittel und Medikamente, was ihm sehr sehr fällt. Thupten und seine Frau helfen immer wieder mal mit Lebensmittel aus, was ihnen jedoch auch nicht leicht fällt.

Die Miete kostet ca. 33 Euro, für Lebensmittel werden mindestens 50 Euro im Monat benötigt, die Medikamente kosten etwa 25 Euro. Wir möchten versuchen wenigstens mit 60 Euro im Monat zu helfen um die Miete und die Medikamente zu decken.

Unterstützen Sie Akshay Sharma mit einer Patenschaft von monatlich 60 Euro oder einer Teil-Patenschaft für Miete und Medikamente.

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Tsewang Yangdol

Die 38-jährige Tsewang Yangdol ist eine tibetische Nonne und stammt aus der Changtang-Hochebene in Ladakh. Seit ihrer Kindheit ist sie linksseitig gelähmt, wahrscheinlich durch Poliomyelitis. Wegen ihrer Behinderung fand Tsewang nie einen Lebenspartner und im Alter von 30 Jahren entschied sie sich Nonne zu werden. Sie ging in das Namdroling Nyingmapa Nunnery in Bylakuppe in Südindien, wo sie bis 2017 lebte. Ihr Ordinationsname lautet Pema Yangchen.

Da sie das feucht-heiße Klima im Süden nicht vertrug, krank wurde und so auch nicht mehr ihren Aufgaben im Kloster nachkommen konnte, entschied Tsewang wieder zu ihrer Familie nach Ladakh zurückzukehren. Seit einem Jahr lebt sie nun aber in Mcleod Ganj, wo sie sich wohler fühlt. Die Kälte in Ladakh führte immer mehr zu Schmerzen in ihren Beinen. Seit ein paar Jahren leidet Tsewang außerdem unter einer chronischen Gastritis, für die sie immer wieder nach Delhi zur Behandlung fahren muss. 

Da ihre Familie sie finanziell nicht mehr unterstützen kann, hat uns Ani la nun um Hilfe gebeten. Das kleine Zimmer in Mcleod Ganj kostet ca. 62 Euro im Monat, für Lebensmittel benötigt sie ca. 40 Euro. Völlig mittellos kann Tsewang alleine nicht überleben. Gerne würde sie Englisch und Chinesisch lernen um dann in den kalten Wintermonaten wie viele andere Nonnen und Mönche nach Bodhgaya zu gehen. Dort möchte sie dann chinesische und andere buddhistische Pilger unterrichten. So könnte sie später ihren Lebensunterhalt verdienen und wäre nicht mehr von Spenden abhängig. Bis dahin möchten wir Ani la mit einer Patenschaft unterstützen.

Seit August 2022 hat Ani la eine Teil-Patenschaft von 10 Euro monatlich und wir hoffen für sie bald noch weitere Paten finden zu können.

Unterstützen Sie Tsewang Yangdol mit einer Patenschaft von monatlich 90 Euro oder einer Teil-Patenschaft für ihre Miete und Lebensmittel.

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Tashi Choeden und Tsering

Die 33-jährige Tashi Choeden und ihr 37-jähriger Mann Tsering wurden beide in Tibet (Ü-Tsang) geboren und flüchteten 2004 nach Indien. Tashi kann nur wenig schreiben, Tsering spricht sogar ein paar Worte Englisch, doch für beide ist es schwer gutbezahlte Arbeit zu finden. Seit Jahren versuchen sie als Näher etwas Geld zu verdienen, doch seit Beginn der Corona-Pandemie haben sie so gut wie keine Aufträge mehr und können kaum noch ihre Miete (60 Euro/Monat) und Lebensmittel zahlen. Ihr 5-jähriger Sohn Tenzin Tharchin geht seit 2019 in die Vorschule der Yongling School und soll nächstes Jahr in die erste Klasse kommen. Auch die monatlichen Schulgebühren von ca. 22 Euro konnten sie im vergangenen Jahr nicht mehr zahlen und so suchten wir für den Jungen einen Paten. Seit September 2021 wird er unterstützt, was ihm seine Schulausbildung sichert.

Aufgrund des neuen Lockdowns in Indien und der noch immer extrem eingeschränkten Verdienstmöglichkeiten, da keine Touristen in die Region kommen können, haben uns Tashi und Tsering um Hilfe gebeten. Sie gelingt ihnen nicht mehr für die Miete und ausreichend Lebensmittel aufzukommen. Manchmal kann Tsering tibetische Gebetsflaggen bedrucken und verkaufen, doch das reicht nicht für eine Grundversorgung.

Unterstützen Sie Tashi Choeden und Tsering mit einer Patenschaft von monatlich 40 Euro oder einer Einzelspende für Lebensmittel.

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Tsering Dolkar und Lhundop Gyaltsen

Tsering Dolkar (33) und Lhundop Gyaltsen leben mit ihrer 4-jährigen Tochter Tenzin Khando in Mcleod Ganj (Upper Dharamsala). Beide wurden in Tibet geboren und als Exil-Tibeter in Indien ist ihr Leben nicht leicht. Dolkar kam 2009 nach Indien und konnte dann 5 Jahre lang auf die Schule des TCV Suja gehen. Sie spricht ein wenig Englisch und Hindi. Lhundop stammt aus einer Nomadenfamilie und war im Alter von 25 zu einer Kalachakra-Initiation Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama heimlich über den Himalaya nach Lhadak gekommen. Auf dem Rückweg wurden er und seine Freunde von der chinesischen Polizei entdeckt. Was dann folgte ist das Schicksal, das so viele Tibeter erleiden müssen. Sie wurden festgenommen und alle mussten in Tibet Haftstrafen von 4 Monaten verbüßen, mit den üblichen Misshandlungen. Danach wurden sie nach Nepal abgeschoben und Lhundop kam nach Indien. Als Flüchtling konnte auch er in die Schule eines TCV gehen, doch mit fast 26 Jahren mit dem Lernen zu beginnen war für ihn so gut wie unmöglich und nach 3 Jahren brach er die Schule ab. Ohne Ausbildung und Sprachkenntnisse findet er leider keine regelmäßige Arbeit.

Dolkar arbeitet seit 4 Jahren als Zimmermädchen in einem Hotel in Mcleod Ganj und verdient seit sie einen Vollzeit-Job hat ca. 125 Euro im Monat. Lhundop kann manchmal tibetische Gebetsflaggen bedrucken und ausliefern, doch damit kommt so gut wie kein Geld in die Haushaltskasse. Ihre Tochter Tenzin Khando hat seit Januar zwei Teil-Schulpatenschaften, dank derer die Eltern die Schulgebühren von 25 Euro monatlich zahlen können, doch es fällt ihnen schwer mit Dolkars Gehalt neben der Miete (60 Euro plus Nebenkosten), auch noch ausreichend Lebensmittel, Kleidung und Schulmaterialien für die Tochter zu finanzieren. Dolkar und Lhundop würden sie sich daher sehr über die Unterstützung durch eine Patenschaft freuen. 

Unterstützen Sie Dolkar und Lhundop mit einer Patenschaft von monatlich 40 Euro oder einer Einzelspende für Lebensmittel.

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  Pema Ongden Bhutia

Die Tibeterin Pema ist 26 Jahre alt und stammt aus Mangan im Norden Sikkims. Ihr Vater ist verstorben. Die 56-jährige Mutter lebt mit Pemas jüngerer Schwester noch immer in Sikkim. In einer tibetischen Schule in Darjeeling konnte Pema zehn Jahre lang zur Schule gehen und im Sommer 2021 war sie auf der Suche nach Arbeit nach Dharamsala gekommen. Die Mutter litt sehr unter Pemas Erkrankung, was für Pema selbst immer mehr zu einer enormen Belastung wurde. Bei der Hilfsorganisation LHA in Mcleod Ganj machte sie eine Ausbildung in einer Bäckerei, doch leider findet sie wegen ihrer Erkrankung keine Arbeit. 

Pema leidet seit ihrer Jugend unter Epilepsie. In Dharamsala wurde sie mehrfach im Krankenhaus untersucht und erhält Medikamente, doch durch das unkontrollierbare Auftreten der Beschwerden scheuen die Menschen vor ihrer Nähe zurück und sie findet keinen Job um den Lebensunterhalt zu sichern. Als wir im November vor Ort waren, machten uns Mönche in der Nähe des Main Tempel in Mcleod Ganj auf Pema aufmerksam und baten darum ihr zu helfen. Unser Freund Thupten Lama nahm Kontakt zur Tibetan Women’s Association auf, die sich bereit erklärt hat, Pema mit einem Betrag von ca. 30 Euro im Monat zu unterstützen. Dies deckt jedoch nur einen Teil der Lebensmittel ab. Die Miete ihres kleinen Zimmers kostet 60 Euro und dabei möchten wir ihr helfen. Thupten hat Pemas Betreuung übernommen. Sie wohnt nun in der Nähe seines Restaurants und er bringt ihr auch manchmal Essen. Insgesamt hat sich Pemas Situation somit schon gebessert, doch der Lebensunterhalt muss finanziert werden, bis eine gesundheitliche Besserung eintritt. Weitere Untersuchungen und eine bessere Medikation sind geplant.

Am 19. Januar ist Pema zu ihrer Mutter nach Sikkim gereist. Die tibetischen Behörden hatten ihr geraten, doch wieder zur Familie zu ziehen, da man ihr auf Dauer finanziell in Dharamsala nicht wird helfen können. Daher warten wir nun ab, wie sich die Situation entwickelt und werden hier darüber informieren.

Unterstützen Sie die kranke Pema mit einer Patenschaft von 60 Euro monatlich oder mit einer Extra-Spende für ihre Miete.

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Wenn Sie mit einer Patenschaft helfen möchten, senden Sie uns bitte eine Email an: info@tibet-tshoesem.de