Sonder-Hilfsaktionen

Immer wieder werden wir von unseren Freunden in Indien und Nepal auf besondere „Problem-Fälle“ aufmerksam gemacht. Oft wenden die Menschen sich auch an unsere Freunde dort, da sie von uns gehört haben und bitten in aller Demut um Hilfe. Wir haben dafür ein offenes Ohr und bemühen uns – ganz im Sinne des Mottos der Tibetan Children Villages „Others Before Self“ – zu helfen, wo Not ist.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über solche zeitlich begrenzten Sonder-Hilfsaktionen.

Wenn Sie eine unserer Aktionen unterstützen möchten, schreiben Sie uns bitte eine Nachricht an: info@tibet-tshoesem.de oder spenden Sie direkt auf unser Vereinskonto (Daten rechts auf dieser Seite).

Für diese Aktionen haben wir außerdem ein Betterplace-Projekt mit dem Titel „Hilfe für bedürftige Tibeter in Indien und Nepal“ eingerichtet. Dort ist Spenden ganz einfach und sicher online möglich. Der Projekt-Button ist rechts auf dieser Seite oder hier: http://www.betterplace.org/p56977

 

 Medizinische Behandlung für Dawa Yangchen in Briddhim

Die 45-jährige Dawa Yangchen ist die Schwiegermutter Tenzin Lhamos, unserer Mitarbeiterin vor Ort in Briddhim. Dawa ging es vor einigen Monaten plötzlich sehr schlecht, sie wurde immer schwächer und schlief viel. Lhamo und ihre Familie brachten sie nach Kathmandu ins Krankenhaus.

Dort stellte man fest, dass sie eine eine weit fortgeschrittene Leberzirrhose (Stadium C nach Child-Pugh) hat und bereits ausgeprägte Folgeschäden, wie Bauchwasser und Umgehungskreisläufe in Form von Krampfadern in der Speiseröhre (sog. Ösophagusvarizen), aufgetreten sind. Die Genese der Erkankung ist völlig unklar. Die Mutter hat nicht übermäßig Alkohol konsumiert und eine Hepatitis liegt auch nicht vor. Während des ersten längeren Aufenthalts hat man die Krampfadern versorgt, sodass sie nicht ganz plötzlich anfangen zu bluten. Zudem hat man Dawa medikamentös eingestellt um die Erkrankung ein wenig aufzuhalten.

Der Erfolg war nicht von langer Dauer. Dawa kehrte zwar nach Briddhim zurück, jedoch kam es zu einer ausgeprägten Blutarmut (a.e. durch eine okkulte Blutung) und sie musste zurück ins Krankenhaus und dort Bluttransfusionen erhalten. Die Leber entfernt einerseits Giftstoffe aus dem Körper, andererseits stellt sie wichtige Transporteiweiße und Produkte der Blutgerinnung her. Fehlen diese, kann es sehr leicht zu Blutungen kommen.

Letztendlich ist eine Heilung einer Leberzirrhose nicht möglich. Einzig eine Lebertransplantation könnte die Lebenserwartung von Dawa deutlich verbessern. Dies ist jedoch selbst in Deutschland schon kaum möglich, in Nepal undenkbar. Die Familie weiß, dass eine palliative Situation besteht, jedoch hoffen sie mit medizinischer Versorgung das Dawas Leben noch etwas zu verlängern und ihr zu helfen.

Inzwischen sind die finanziellen Rücklagen der Familie fast vollständig aufgebraucht, da sich Dawas Mann kaum um die Geschäfte kümmern kann und so hatten wir Spenden gesammelt um die Familie bei der Finanzierung der Behandlungen und Medikamente zu unterstützen.

Seit Mitte März ist Dawa zuhause bei ihrer Familie in Briddhim und ihr Zustand hat sich sehr verschlechtert. Sie kann nicht mehr essen und befindet sich nun im Endstadium ihrer Leberzirrhose und im Leberversagen.

    

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Medizinische Behandlung für die an Knochen-Tuberkulose erkrankte Yutung aus Briddhim

Die 39-jährige Tibeterin Yutung Tamang aus Briddhim leidet an einer schweren Knochen-Tuberkulose. Vor ca. einem halben Jahr waren erste Beschwerden aufgetreten, die sich rasend verschlimmert haben. Seit ca. November 2018 konnte Yutung nicht mehr richtig laufen und befand sich seitdem in einem Krankenhaus in Kathmandu. Besonders sind ihre Beine betroffen, außerdem befürchteten die Ärzte, dass ihre Blase entfernt werden muss, denn aufgrund einer schweren Fehlfunktion, wurden bereits die Nieren geschädigt und sie verlor sehr viel Blut. Ein Geschwür, das sich auf ihrer Zunge gebildet hatte, wurde bereits entfernt.

Da das Krankenhaus die tägliche Pflege (Essen reichen, Bett säubern, Windeln wechseln usw.) nicht übernahm, musste Yutungs Mann Norbu dafür sorgen. Seit über einem Jahr muss er sich rund um die Uhr um seine Frau kümmern und kann daher nicht mehr arbeiten gehen. In Briddhim gibt es ohnehin so gut wie keine Arbeit und die Familie hatte sich mit wechselnden Hilfsarbeiten, teils in Tibet, über Wasser gehalten.

Das Paar hat zwei Söhne, einer lebt in einem Kloster in Süd-Indien, der andere ist in Briddhim und versucht den Eltern mit dem geringen Verdienst durch Hilfsarbeiten so gut es geht zu helfen. Doch die Familie ist sehr arm und nach dem langem Krankenhausaufenthalt ist kein Geld mehr da.

Die Behandlung im Krankenhaus – Medikamente, Injektionen, Bett und Verpflegung – kostete pro Monat ca. 230 Euro. Dies ist eine enorme Summe in Nepal und die Familie ist dringend auf unsere Hilfe angewiesen.

Bitte unterstützen Sie Yutung mit einer Spende für ihre Tuberkulose-Behandlung und die Blasen-OP. Für einfaches online-Spenden haben wir in unserem „Briddhim-Betterplace-Projekt“ Bedarfe für Yutung eingestellt: http://www.betterplace.org/p44869

       

   

Update 29.01.2019: Innerhalb weniger Tage konnten wir zahlreiche Spenden sammeln und die ersten 310 Euro bereits an Yutung überreichen. Am 30.01. muss sie das Krankenhaus verlassen und in der Nähe unterkommen, da sie täglich für die Injektionen zu den behandelnden Arzt aufsuchen muss. Das Geschwür auf der Zunge wurde entfernt. Da die Blasen-OP zu kompliziert ist, muss diese in Indien durchgeführt werden, doch die Familie hat derzeit nicht die Mittel dafür.

 

Update 20.02.2019: Seit Anfang Februar befinden sich Yutung und ihr Mann in einem angemieteten Zimmer in Kathmandu. Täglich kommt eine Krankenschwester vorbei, die Yutung die lebensnotwendigen Injektionen verabreicht. Ca. einmal pro Woche muss sie zum Check-up ins Krankenhaus. Die Ärzte haben ihr diese Behandlung mit täglichen Injektionen für 6 Monate verordnet. Während dieser Zeit wird sie von ihrem Mann versorgt. Die beiden sind dringend auf weitere Spenden angewiesen. Die Unterkunft kostet ca. 80 Euro pro Monat, die medizinische Behandlung kostet 120 Euro pro Monat.

Wenn die Behandlung gut anspricht, braucht Yutungs Blase wohl doch nicht entfernt zu werden und sie könnte nach Briddhim zurückkehren und dort mindestens ein Jahr lange weitere Medikamente nehmen.

      

Update 19.03.2019: Vor ein paar Tagen ist Yutung mit ihrem Mann Norbu nach Briddhim zurückgekehrt. Ihr Zustand hat sich stark verschlechtert, sie kann nicht mehr essen, ist sehr schwach und hat Schmerzen. Es sieht nicht gut aus. Die Dorfbewohner in Briddhim haben eine Puja für Yutung gemacht und hoffen, dass die Gebete ihr helfen. Wir befürchten, dass sich Yutungs Zustand weiter verschlechtern wird.

 

Update 31.03.2019: Yutung hat sich tatsächlich etwas erholt und konnte mit ihrem Mann wieder die anstrengende Fahrt nach Kathmandu auf sich nehmen. Dort wird ihre medizinische Behandlung nun fortgesetzt.

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Medizinische Behandlung für Khartok in Kathmandu
 
Unser Sorgenkind Khartok leidet immer wieder unter neuen Erkrankungen. Mitte August 2018 war eigentlich ihre Augen-OP geplant, doch beim Check-up wurden nun sehr hoher Blutdruck und Diabetes festgestellt. Beides muss dringend behandelt werden und erst wenn die Werte besser sind, kann die Augen-OP durchgeführt werden.
Ihr Arzt erklärte Khartok, dass ihr Schlaganfall und Blindheit drohen, wenn die Krankheiten nicht in Kürze behandelt werden. So viele Menschen in Nepal leiden unter diesen Erkrankungen und versterben früh, da sie sich eine Behandlung nicht leisten können. Wir möchten Khartok helfen, wieder gesund zu werden.
Für Untersuchungen und Medikamente werden Spenden benötigt. Dafür haben wir in unserem Betterplace-Projekt einen neuen Bedarf eingestellt: http://www.betterplace.org/p47192
 
Bitte unterstützen Sie Khartok mit einer kleinen Spende, damit sie Medikamente gegen Bluthochdruck und Diabetes erhalten und bald auch die Augen-OP durchgeführt werden kann.
 
  
 
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Medizinische Versorgung für 2 ältere Tibeter in Briddhim, Nord-Nepal
Das Ehepaar Dhondup Tamang (65 Jahre) und Lhakpa Yangchen (66 Jahre) lebt seit der Kindheit in dem kleinen tibetischen Dorf Briddhim in Nord-Nepal. Beide konnten nie eine Schule besuchen und gehören zu den ärmsten Menschen im Dorf. Seit vielen Jahren leiden beide darunter, dass sie keine Zähne mehr haben. Eine gute Ernährung ist so überhaupt nicht möglich. Mit Spenden möchten wir ihre medizinischen Behandlungen finanzieren, denn sie sind völlig mittellos.
 
   
 
Im März 2018 konnten wir 200 Euro für eine Zahnprothese für Lhakpa Yangchen, sowie 220 Euro für einen großen medizinischen Check-up und Medikamente für Dhondup Tamang überweisen.
 
  
  
 
Für die zweite Zahnprothese – für Dhondup Tamang – werden noch ca. 120 Euro benötigt.

 

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Medizinische Versorgung für Nonne Tenzin Dolma
 
Die 46-jährige Nonne Tenzin Dolma wurde in Tibet geboren und lebt seit 1996 in McLeod Ganj. Vor einigen Jahren wurde sie schwer krank und hatte eine Lungen-Tuberkulose. Die Medikamente schädigten dann ihre Leber und führten zu einer Leberzirrhose. Außerdem leidet sie an Hepatitis B, was zusätzlich ihre Leber schädigt. Diese Erkrankungen treten bei der armen Bevölkerung in Indien sehr häufig auf und Tenzin Dolma wird ihr Leben lang mit dieser Erkrankung leben müssen. Dazu gehört, dass sie regelmäßig nach Chandigarh ins Krankenhaus zu einem Check-up, Labor- und Ultraschalluntersuchungen (zur Vorsorge von Leberkrebs) fährt und sich weitere Medikamente verschreiben lässt. In diesen Tagen ist sie gerade wieder im Krankenhaus.
 
Aufgrund ihrer Krankheit war sie nicht mehr in der Lage ihre obligatorischen Tätigkeiten im Kloster auszuüben und entschloss sich vor 2 Jahren das Kloster zu verlassen. Eine gute Freundin, ebenfalls Nonne, verließ mit ihr das Kloster um sich um sie zu kümmern. 
Die beiden Nonnen leben seitdem in einem kleinen Zimmer oberhalb von Mcleod Ganj, für das sie ca. 40 Euro Miete zahlen. Eine jüngere Schwester Tenzin Dolmas schickt ihr aus Tibet manchmal etwas Geld, denn die beiden Nonnen haben kein Einkommen.
 
Tenzin Dolma benötigt Medikamente und Untersuchungen, die sie sich nicht leisten kann. Für 1 Jahr werden ca. 300 Euro benötigt. Im Dezember 2017 konnten wir 300 Euro für das erste Jahr überreichen und mit Hilfe von Einzel-Spenden bemühen wir uns auch bei weiterer medizinischer Versorgung zu helfen. Seit 2018 hat Tenzin Dolma zwei Teil-Patenschaften, die die Miete und sogar einen kleinen Teil der Grundversorgung – Lebensmittel, Kleidung und Medikamente – deckt, doch sie benötigt weitere Unterstützung. Im November 2018 haben wir die Nonne wieder besuchen können. Ihr Gesundheitszustand schwankt und sie wird dauerhaft auf eine gute medizinische Versorgung angewiesen sein.
 

     

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